Forschungsprojekte

Drittmittelprojekte

Akronym:MIRKKOMM
Projektlaufzeit: 10/2021–laufend
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (2,2 Mio. Euro)
Projektpartner: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Technische Universität Ilmenau, Europa-Universität Viadrina, SRH Hochschulen Berlin, mecom GmbH
Internetseite des Drittmittelprojektes: mirkkomm.de

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zielt darauf ab die Risiko- und Krisenkommunikation von Behörden und Organisationen der Gesundheitssicherung zu verbessern. Ausgehend von Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie werden Wirkung und Potential der Kommunikation über verschiedene Medien, wie Warn-Apps, Social Media, Fernsehen oder Zeitungen, analysiert. MIRKKOMM fokussiert dabei besonders die Multimodalität in der Risiko- und Krisenkommunikation, die durch die Digitalisierung der Wissensordnungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Multimodalität bezeichnet das komplexe Zusammenspiel von unterschiedlichen Darstellungs- und Präsentationsmodi wie etwa Grafiken, Icons, statistische Visualisierungen, Texte, Ton, Animationen etc. in der Risiko- und Krisenkommunikation. Der Nutzen von multimodaler Risiko- und Krisenkommunikation für Organisationen der Gesundheitskommunikation wird im Projekt sowohl aus Sicht der Kommunikatorinnen und Kom-munikatoren wie Behörden und Medien als auch aus Sicht der Rezipientinnen und Rezipienten analysiert. Die Rezeption und Bewertung des Informationsoutputs der Organisationen wird dabei aus Perspektive von Bürgerinnen und Bürgern, Journalistinnen und Journalisten sowie Prosumentinnen und Prosumenten untersucht.
Das Vorhaben erarbeitet erstmals fundierte Erkenntnisse dazu, wie Kommunikation im komplexen Zusammenspiel verschiedener Akteure und Medien in einer Krisenlage wirkt. Es werden Empfehlungen und Weiterbildungen für behördliche Akteure entwickelt, damit sie in einer Krisenlage effektiver kommunizieren.

Akronym:DECIPHER
Projektlaufzeit: 06/2021–laufend
Förderprogramm/Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft e. V. (1,8 Mio. Euro)
Projektpartner: Technische Universität (TU) Ilmenau + Fellows in 7 Ländern (Italien, Niederlande, Spanien, Schweden, Großbritannien, USA, Deutschland)

Das gemeinsam von der TU Ilmenau und dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung bearbeitete Projekt untersucht die Risiko- und Krisenkommunikation zur COVID-19-Pandemie in Deutschland, Europa und den USA. Dabei wird vergleichend analysiert, wie effektiv Regierungen, Gesundheitseinrichtungen und Medien in Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden, dem Vereinigten Königreich und den USA ihre Bürgerinnen und Bürger über COVID-19 informiert und zu selbstschützendem Verhalten ermutigt haben. Unter Verwendung eines multidisziplinären Ansatzes sollen drei Kernfragen beantwortet werden:
(1) Welche Erklärungen und Botschaften über COVID-19 und damit verbundene Schutzmaßnahmen haben Regierungen und Gesundheitseinrichtungen der Öffentlichkeit in den jeweiligen Ländern vermittelt?
(2) Wie haben Medien über die Pandemie und die damit verbundenen Risikobotschaften von Regierungen berichtet?
(3) Wie hat die Bevölkerung die Pandemie und die Risikobotschaften wahrgenommen?

Am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung liegt der Fokus auf der Erhebung von Sorgen, Werten und Überzeugungen der Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der Pandemie sowie ihrer Informationsbedürfnisse und Erwartungen an die Krisen- und Risikokommunikation ihrer Regierungen. Dazu werden qualitative Interviews und repräsentative Umfragen in sieben Ländern durchgeführt. Darauf aufbauend sollen Schlussfolgerungen gezogen werden, inwieweit die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt wurden und Empfehlungen zur Verbesserung der staatlichen Kommunikation in der Zukunft abgeleitet werden. Damit wird das Projekt nicht nur einen Beitrag zum wissenschaftlichen Verständnis von Pandemien leisten, sondern auch Schlussfolgerungen für eine bessere Kommunikation von Behörden und Medien in künftigen Krisenszenarien dieser Art erlauben.
 

Projektlaufzeit: 02/2021–09/2022
Förderprogramm/Mittelgeber: Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
Projektpartner: Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

Das gemeinsam von BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) durchgeführte Projekt zielt darauf ab, die Wahrnehmungen und Überzeugungen der Bevölkerung zum Thema Mikroplastik in Bezug auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit für Deutschland und Italien zu erfassen und vergleichend zu analysieren. Vor dem Hintergrund des Ansatzes der mentalen Modelle in der Risikokommunikation werden in beiden Ländern qualitative Leitfadeninterviews und quantitative, bevölkerungsweite Befragungen durchgeführt. Die qualitativen Interviews zielen darauf ab, die Risikowahrnehmung in Bezug auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt genauer zu untersuchen, während die anschließende quantitative Erhebung Fragen zu Wissen, Bedenken, wahrgenommenen Quellen und Eintragswegen, Schädlichkeit, Verhaltensabsichten und Verantwortung einschließt. Um die Rolle von bevölkerungsspezifischen Merkmalen zu untersuchen, vergleicht das Projekt Daten aus Deutschland und Italien. Die gewonnenen Erkenntnisse darüber, welche Gründe die Men-schen für ihre Besorgnis haben und inwieweit individuelle Variablen die Wahrnehmung von Mikroplastik beeinflussen werden genutzt, um Empfehlungen für die Risikokommunikation in Bezug auf Mikroplastik abzuleiten.

Sonstige Projekte

Projektlaufzeit: 08/2025–laufend 
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

In diesem Forschungsprojekt wird die Darstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, wie beispielsweise Vitamin D- oder Zinkpräparate, und die Verwendung gesundheitsbezogener Werbeaussagen (Health Claims) auf der Social-Media-Plattform TikTok untersucht. Erste Studien (u. a. Rieke & Seifert, 2025) weisen darauf hin, dass in den sozialen Medien vielfach Nahrungsergänzungsmittel mit irreführenden oder falschen Gesundheits- und Wirkungsversprechen und ohne Hinweis auf mögliche Risiken der Einnahme beworben werden. Dieses Vorgehen verstößt gegen die EU-Health-Claims-Verordnung, die vorgibt, dass gesundheitsbezogene Werbeaussagen nur dann getätigt werden dürfen, wenn sie wissenschaftlich fundiert sind und von der EU geprüft wurden. 

TikTok gehört in Deutschland zu den am meisten genutzten Social-Media-Plattformen (ARD/ZDF-Forschungskommission, 2026). Deshalb soll im Rahmen der Studie anhand von TikTok-Beiträgen inhaltsanalytisch untersucht werden, in welchem Ausmaß Verbraucherinnen und Verbraucher über soziale Medien mit falschen Gesundheits- und Wirkungsversprechen in Kontakt kommen, welche Nahrungsergänzungsmittel beworben und wie (vermeintliche) Expertise und Evidenz in den Beiträgen vermittelt werden. Die systematisch ausgewählten TikTok-Beiträge werden anhand eines Codebuchs codiert und im Anschluss statistisch ausgewertet. 

Die zu erwartenden Ergebnisse können genutzt werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher über die Merkmale und Verbreitung von falschen Gesundheits- und Wirkungsversprechen auf Social-Media-Plattformen wie TikTok aufzuklären. Darüber hinaus können sie in der Politikberatung als fundierte Anhaltspunkte für die Entwicklung von Strategien und Regulierungsansätzen zur Identifikation und Vermeidung unzulässiger Health Claims auf Social-Media-Plattformen dienen.

ARD/ZDF-Forschungskommission (2026, 20. Januar). ARD/ZDF-Medienstudie 2025. Externer Link:https://www.ard-zdf-medienstudie.de 

Ricke, J.-N., & Seifert, R. (2025). Disinformation on dietary supplements by German influencers on Instagram. Naunyn-Schmiedeberg’s Archives of Pharmacology, 398(5), 5629–5647. Externer Link:https://doi.org/10.1007/s00210-024-03616-4 

Projektlaufzeit: 04/2023–12/2026
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung


Damit Verbraucherinnen und Verbraucher gewillt sind, Handlungsempfehlungen als Basis für präventives Handeln in ihrem Verhalten zu berücksichtigen, ist Vertrauen in die Kommunikatorinnen und Kommunikatoren von Informationen über gesundheitliche Risiken und ihre Vermeidung bzw. Reduktion essenziell. Im Rahmen der Risikokommunikation gilt das transparente Kommunizieren von wissenschaftlicher Unsicherheit als eine wichtige Grundlage von Vertrauen. Es stellt sich somit die Frage danach, wie diese so kommuniziert werden kann, dass sie die Vertrauenswürdigkeit der Institution und die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaften nicht herabsetzt. Beides ist in der Risikokommunikation zentral. Denn Vertrauens- und Glaubwürdigkeit beeinflussen sowohl die Risikowahrnehmung als auch Verhaltensintentionen wie die Präventionsabsicht. Die geplante Experimentalstudie beleuchtet diese Effekte und untersucht konkret, wie sich (a) das Kommunizieren von epistemischer Unsicherheit durch das Offenlegen der Grenzen von empirischen Befunden sowie durch absichernde Formulierungen (sog. Hedging) auswirkt. Darüber hinaus soll in einer weiteren Experimentalbedingung die Kommunikation von Unsicherheit ergänzt werden um einen sog. Normalizing-Frame, der verdeutlicht, dass wissenschaftliche Unsicherheit ganz normal und kein Zeichen mangelnder Qualität ist. Damit soll erfasst werden, inwiefern der Einsatz dieser Strategie potenziell negative Zusammenhänge abmildern kann. Des Weiteren soll (b) untersucht werden, inwiefern sich möglicherweise ein moderierender Einfluss der kommunizierenden Institutionen zeigt. 

Projektlaufzeit: 01/2024–laufend
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

Die Studie untersucht in einem multiperspektivischen und interdisziplinären Ansatz die Einstellungen der Bevölkerung zu Lebensmitteln aus ökologischer und konventioneller Landwirtschaft. Mittels einer bevölkerungsweiten standardisierten Online-Befragung werden aktuelle Daten dazu erhoben, wie sich die Einstellung der Bevölkerung zu ökologisch und konventionell erzeugten Lebensmitteln aktuell darstellt. Auf Grundlage von Theorie und Modellen unterschiedlicher Disziplinen wird die Einstellungsbildung auf Basis verschiedener Einstellungskomponenten erklärt. Dazu zählen unter anderem soziodemografische Merkmale, kognitive Faktoren, Informationsverhalten, Werte und alltagspraktische Erwägungen. Besonderer Fokus liegt auf den Aspekten Gesundheit und Sicherheit von Lebensmitteln. Die Daten werden statistisch (multivariat) ausgewertet und können als Grundlage für die zielgruppengerechte Kommunikation zu Ernährungs- und Landwirtschaftsthemen genutzt werden.

Akronym:VisPa
Projektlaufzeit: 04/2020–laufend
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

Das Langzeitziel von VisPa ist es, die Bedeutung visueller Kommunikation für die Risikowahrnehmung im Rahmen von Pandemien zu untersuchen. Das Projekt fokussiert dabei insbesondere Aspekte der Visual Literacy im Kontext der Rezeption wissenschaftlicher Bilder zu Risikothemen. 
Im Zuge der COVID-19-Pandemie wurden Erkenntnisse über und Prognosen zur Verbreitung des Virus zunehmend in sogenannten Dashboards präsentiert, d. h. über eine spezifische Art der Visualisierung konsolidierter Datensätze qua Kombination von numerischen, zeitlichen, geografischen und diagrammatischen Darstellungsformen. Hierüber sollen bspw. Verbreitungs- und Erkrankungsdynamiken schnell erfasst und gegebenenfalls Maßnahmen abgeleitet werden können. Der Fokus der Analyse im Projekt liegt daher auf Dashboards als einer Form diagrammatischer Abbildungen in der Wissenschaftskommunikation im Zuge der weltweiten COVID-19-Pandemie. Dabei werden sowohl die (mediale) Visualisierung komplexer Datensätze sowie die Nutzungsweisen von Dashboards unter Anwendung eines breiten Methodenmix‘ analysiert. Über die empirische Auseinandersetzung werden so Hinweise für eine effektivere Visualisierung von Daten gewonnen. Dieser Erkenntnisgewinn liefert wiederum auch einen Beitrag zur bisher noch fragmentarisch gebliebenen visuellen Kommunikationsforschung.
 

Projektlaufzeit: 07/2024–01/2025 
Förderprogramm/Mittelgeber: Landtag Nordrhein-Westfalen, Enquete-Kommission ‚Krisen- und Notfallmanagement‘ – durch die Lehren der Vergangenheit die Zukunft sicher gestalten 
Internetseite des Projektes: Externer Link:https://www.landtag.nrw.de/home/der-landtag/ausschusse-und-gremien-1/enquetekommissionen/enquetekommission-ii.html 

Von den Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie und Starkregenereignissen der letzten Jahre ausgehend, hat der Landtag Nordrhein-Westfalen die Enquete-Kommission „Krisen- und Notfallmanagement – durch die Lehren der Vergangenheit die Zukunft sicher gestalten“ eingesetzt. Ihr Ziel war es, Krisenreaktionen beteiligter Akteure zu analysieren, die Krisenkommunikation zu evaluieren und diesbezügliche Defizite zu identifizieren. Davon ausgehend sollten evidenzbasiert Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) wurde durch die Enquete-Kommission damit beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, in dem eine Evaluation der Kommunikation, Koordination, Kooperation und Kollaboration unterschiedlicher Akteure in Krisen vorgenommen wird. Das zentrale Erkenntnisinteresse dieses Gutachtens besteht, erstens, darin, evidenzbasiert kommunikative, prozessorientierte und interorganisationale Herausforderungen sowie bestehende Defizite zu identifizieren, aus denen sich, zweitens, Handlungsempfehlungen ableiten lassen. Basierend auf einer systematischen Literaturanalyse (Scoping Review) von 223 wissenschaftlichen Artikeln zu drei ausgewählten Krisengeschehen – COVID-19, Starkwetter- bzw. Flutereignissen und lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen – sind die erhobenen Daten zielgerichtet für die Politikberatung aufbereitet worden und skizzieren politische Handlungsoptionen sowie Forschungslücken. 

Akronym:MogeV
Projektlaufzeit: 12/2019–05/2023
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung
Projektpartner:Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Universität Bielefeld

Im Forschungsvorhaben MogeV wird untersucht, wie Betreuungspersonen am besten über die Prävention von Kinderunfällen und Notfallmaßnahmen informiert werden können. Aufgrund der hohen Verbreitungsrate von Smartphones können Betreuungspersonen gut über mobile Informations- und Kommunikationstechnologien erreicht werden, weshalb ein besonderes Augenmerk im Projekt auf das Potenzial mobiler Medien gelegt wird.
Um Kenntnisse über das Informationsverhalten im Hinblick auf das Thema Kindergesundheit und die Rolle mobiler Anwendungen zu gewinnen, müssen relevante Verhaltensdeterminanten wie Informationsbedürfnisse, Risikowahrnehmung und Mediennutzungsverhalten betrachtet werden. Relevante Zielgruppen sind hierbei familiäre Bezugspersonen, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Intermediäre in der Gesundheitsversorgung. Die benannten Verhaltensdetermi-nanten werden zunächst theoriegeleitet konzeptualisiert und anschließend empirisch untersucht. Dafür werden qualitative Fokusgruppeninterviews und eine Online-Repräsentativbefragung durchgeführt und theoriegeleitet ausgewertet.
Ziel des Projektes ist es, dass Betreuungspersonen sowohl Maßnahmen zur Vorbeugung von Kinderunfällen und deren Folgen kennen und ergreifen als auch wissen, was in kritischen Situationen zu tun ist. Im Rahmen des Projektes wird hierfür eine entsprechende Kommunikationsstrategie entwickelt, die geeignete Botschaften und Kommunikationskanäle identifiziert und dabei das Potenzial mobiler Medien untersucht.
Die am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung durchgeführte Usability-Studie der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-App „Vergiftungsunfälle bei Kindern“ PEril (siehe folgendes Projekt) gliedert sich an das Forschungsprojekt an.


 

Akronym:PEril
Projektlaufzeit: 12/2019–12/2026
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung
Projektpartner:Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Universität Bielefeld

Im Rahmen des Projektes PEril wird die Bedienfreundlichkeit der App Externer Link:„Vergiftungsunfälle bei Kindern“ getestet. Die App wurde im Jahr 2013 mit Blick auf das hohe Unfallrisiko durch Vergiftungen bei kleinen Kindern zwischen sieben Monaten und vier Jahren entwickelt, um Eltern und Betreuungspersonen sowohl präventiv als auch bei Maßnahmen der Ersten Hilfe zu unterstützen. Seit der Veröffentlichung wurden die Inhalte der App regelmäßig aktualisiert. In diesem Forschungsprojekt wird die Bedienfreundlichkeit (Usability) der App evaluiert um sicherzustellen, dass die App den Bedürfnissen der Nutzenden entspricht. Im Usability-Test der App wird anhand verschiedener Szenarien untersucht, wie die Benutzerinnen und Benutzer durch die App navigieren, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen und welche Rolle die gegebenen Informationen bei der Bewertung von Risiken spielen. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen die Optimierung der App, um so ihre Bedienfreundlichkeit zu verbessern und durch die angemessene Aufbereitung der wissenschaftlichen Informationen dazu beizutragen, dass Zielgruppen sich angesprochen fühlen und die App kompetent nutzen.

Die Usability-Studie gliedert sich an das Forschungsprojekt Mobile Health im gesundheitlichen Verbraucherschutz (siehe vorheriges Projekt) an. 

Projektlaufzeit: 10/2018–01/2023
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

Um das Thema Küchenhygiene in der öffentlichen Aufmerksamkeit weiter zu verstetigen, sind Maßnahmen erforderlich, die auf unterhaltsame Weise Lerneffekte bei den Rezipientinnen und Rezipienten erzielen können. Zu diesem Zweck werden am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung drei kurze Videobeiträge entwickelt: 1) Ein Kochvideo, in dem der Koch fehlerhafte Küchenhygiene praktiziert, 2) ein Kochvideo, in dem der Koch richtige Küchenhygiene praktiziert, 3) ein nachbearbeitetes Video, in dem relevante Hintergründe zum Thema Küchenhygiene vermittelt werden. Die Videos und begleitende Materialien (Arbeitsblatt, Lösungsblatt, Leitfaden) stehen seit Juni 2022 auf der Externer Link:BfR-Homepage zur Verfügung. Eine Externer Link:englischsprachige Übersetzung der Videos und Begleitmaterialien sind ebenso verfügbar.

Die Umsetzung der Schulungsvideos sind Teil eines abgeschlossenen Projektes zur Analyse der Auswirkungen der Hygienesituation und des Hygieneverhaltens in TV-Kochsendungen auf die Lebensmittelhygiene in Privathaushalten. 

Projektlaufzeit: 10/2018–01/2023
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

Um das Thema Küchenhygiene in der öffentlichen Aufmerksamkeit weiter zu verstetigen, sind Maßnahmen erforderlich, die auf unterhaltsame Weise Lerneffekte bei den Rezipientinnen und Rezipienten erzielen können. Zu diesem Zweck werden am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung drei kurze Videobeiträge entwickelt: 1) Ein Kochvideo, in dem der Koch fehlerhafte Küchenhygiene praktiziert, 2) ein Kochvideo, in dem der Koch richtige Küchenhygiene praktiziert, 3) ein nachbearbeitetes Video, in dem relevante Hintergründe zum Thema Küchenhygiene vermittelt werden. Die Videos und begleitende Materialien (Arbeitsblatt, Lösungsblatt, Leitfaden) stehen seit Juni 2022 auf der Externer Link:BfR-Homepage zur Verfügung. Eine Externer Link:englischsprachige Übersetzung der Videos und Begleitmaterialien sind ebenso verfügbar.

Die Umsetzung der Schulungsvideos sind Teil eines abgeschlossenen Projektes zur Analyse der Auswirkungen der Hygienesituation und des Hygieneverhaltens in TV-Kochsendungen auf die Lebensmittelhygiene in Privathaushalten. 

Projektlaufzeit: 09/2020–11/2022
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung
Projektpartner:Netzwerk Gesund ins Leben

Aufbauend auf einer Referenzstudie von 2016 wird in diesem Projekt eine erneute Befragung zur Akzeptanz des Stillens in der Öffentlichkeit im Jahr 2020 durchgeführt. Die Umsetzung erfolgt dabei in einer Kooperation mit dem Netzwerk Gesund ins Leben im Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Ziel des Vorhabens ist es, Wahrnehmungen und Einstellungen zum öffentlichen Stillen im zeitlichen Vergleich zu erfassen. Zudem werden u. a. Unterschiede zwischen der Allgemeinbevölkerung und Müttern von kleinen Kindern sowie zwischen Müttern mit unterschiedlichem Bildungsstand betrachtet.

Projektlaufzeit: 11/2023–02/2025 
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung

Das Projekt hat zum Ziel, Externer Link:BfR2GO, das Wissenschaftsmagazin des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung, zu evaluieren. Dazu wird eine Befragung der Leserinnen und Leser des gedruckten und digitalen Heftes durchgeführt. Mittels standardisierter Online-Befragung wird die Leserschaft der Ausgabe 1/2024 zu Inhalt und Gestaltung des Magazins befragt. Im Fokus des Interesses stehen unter anderem folgende Fragen: Welche Zielgruppen werden mit BfR2GO erreicht? Wie und warum wird BfR2GO genutzt? Wie wird BfR2GO inhaltlich bewertet? Wie wird die Gestaltung des Magazins bewertet? Welches Optimierungspotenzial sieht die Leserschaft bei BfR2GO? Welches Interesse besteht bei der Leserschaft derzeit und in Zukunft an der Nutzung unterschiedlicher Formate der Wissenschafts-, Gesundheits- und Risikokommunikation? Die Ergebnisse geben einen Überblick über die aktuelle Leserstruktur von BfR2GO sowie dessen Bewertung durch die Leserschaft. Sie werden für die Optimierung des Angebots verwendet.

Projektlaufzeit: 10/2023–12/2026
Förderprogramm/Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung
Projektpartner:Institut für Kommunikationswissenschaft, Universität Münster

Das Evaluationsprojekt untersucht die Rahmenbedingungen, unter denen das Ausstellungsprojekt „#Krisenalltag – Kommunikation in der Pandemie“ realisiert wurde. Ausstellung und Begleitprogramm fanden von Juli bis Oktober 2023 im Museum für Kommunikation in Berlin statt und sind Teil der Wissenschaftskommunikation des Drittmittelprojekts Externer Link:MIRKKOMM. Die Evaluation setzt am Prozess der Entstehung der Maßnahme an und fokussiert Faktoren, die das Gelingen von Wissenschaftskommunikation fördern oder behindern. In der Studie werden die Konzeption und Umsetzung der Ausstellung durch die Beteiligten rekonstruiert und dabei Fragen beantwortet zu folgenden Aspekten: Organisation, Kommunikation, Ressourcen, Kompetenzen, Motive, Rollen, Relevanz von Wissenschaftskommunikation und Optimierungspotenzial. Als Methode kommen Leitfadeninterviews zum Einsatz. Im Ergebnis werden Schlussfolgerungen für die Wissenschaftskommunikation von Forschungsprojekten gezogen und Handlungsempfehlungen formuliert.