Kategorie Forschungsprojekt
  • Toxikologie
  • Expositionsschätzung

Wissenschaftsbasierte Risikobewertung realer, chemischer Gemische über regulatorische Grenzen hinweg

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Nov 2021
Projektende
Apr 2026
Kurztitel
PANORAMIX
Abteilung
Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren und experimentelle Toxikologie

Beschreibung und Zielstellung

In dem Projekt werden u. a. Extrakte aus Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Nabelschnurblut mit Hilfe von tierversuchsfreien In-vitro-Methoden auf eine mögliche schädliche Wirkung untersucht. Im Vordergrund stehen dabei Effekte, die die kindliche Entwicklung des Nervensystems oder der Fortpflanzungsfähigkeit vor und auch nach der Geburt beeinträchtigen. Proben, in denen die In-vitro-Tests eine Wirkung anzeigen, werden weitergehend analysiert und die Substanzen in der Probe identifiziert, die am meisten zu einer möglichen Gesundheitsgefährdung beitragen. Die dabei gewonnenen Informationen werden unter anderem mit Daten verglichen, die im „Odense Child Cohort“-Projekt gewonnen wurden. Bei diesem Langzeitvorhaben geht es darum, Umwelteinflüsse auf die frühe kindliche Entwicklung zu studieren. Hierbei wurden in der Universitätsklinik der dänischen Stadt Odense zwischen 2010 und 2012 bei über 2500 Schwangerschaften Blutproben der Eltern entnommen. Die Entwicklung der aus diesen Schwangerschaften hervorgegangenen Kinder wird seitdem medizinisch begleitet. Die Forscherinnen und Forscher wollen mit Hilfe von Panoramix herausfinden, ob bestimmte Umweltgemische, die bereits im Mutterleib auf das ungeborene Kind einwirken, Langzeitfolgen hervorrufen können, die durch das bestehende, auf der Prüfung einzelner Stoffe beruhende System der Risikobewertung nicht hinreichend abgedeckt werden. Gleichzeitig sollen für eine Reihe von Stoffen analytische Grenzwerte abgeleitet werden, bei deren Einhaltung Gesundheitsschäden – auch durch mögliche Kombinationswirkungen – unwahrscheinlich sind. Insgesamt sind elf europäische Einrichtungen an Panoramix beteiligt, neben der Technischen Universität Dänemarks und dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung unter anderem die Freie Universität Amsterdam, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, die Brunel-Universität London und die Süddänische Universität Odense.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Moderne Methoden in der Toxikologie / Alternativmethoden zum Tierversuch

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Steuerung der Verfahren und Bewertungsstrategien (71) Beteiligte BfR-Partner: Chemikalien- und Produktsicherheit
Externe Partner: Zelltoxikologie, Free University Amsterdam, Brunel University London, Syddansk Universitet, DTU National Food Institute, Nantes-Atlantic National College für Veterinärmedizin, Lebensmittelwissenschaft und -technik, Biomax Informatics AG, Altertox, French National Institute for Agriculture, Food, and Environment, Catalyze B.V.

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 101036631