Kategorie Forschungsprojekt
  • Alternativmethoden zum Tierversuch

Validierung eines auf der Sandell-Kolthoff-Methode basierenden MCT8-Aktivitätsassays (MCT8-SK)

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Jun 2026
Projektende
Mai 2029
Kurztitel
ThyroTransVal
Abteilung
Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren und experimentelle Toxikologie

Beschreibung und Zielstellung

Im Rahmen des Verbundprojekts ThyroTransVal wird eine in vitro-Methode zur Identifizierung potenzieller endokriner Disruptoren des Schilddrüsenhormon-Transmembrantransports zur Transferierungsreife optimiert und validiert. Diese Methode nutzt MDCK-1-Zellen, die stabil mit dem humanen Schilddrüsenhormon-Transporter MCT8 (Monocarboxylattransporter 8) transfiziert wurden. Dadurch kann der aktive Transport von T3 in Zielzellen sowie dessen potentielle Inhibition durch Substanzen untersucht werden. Die Schilddrüsenhormonaufnahme in die Zielzellen wird spektrophotometrisch mittels der Sandell-Kolthoff-Methode gemessen. Ziel des Projekts ist es, diese Methode vom Entwicklerlabor (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) an weitere Labore zu transferieren und ihre Reproduzierbarkeit mittels einer verblindeten Ringstudie zu überprüfen. Der erfolgreiche Transfer und die Validierung soll in einem Validierungsbericht dokumentiert und von externen Experten geprüft werden, mit dem Ziel, die Methode als OECD-Prüfrichtlinie anerkennen zu lassen. Das Projekt ist in drei Phasen über einen Zeitraum von drei Jahren gegliedert: Phase 1: Finale Charakterisierung des Testsystems für die Einlagerung in eine Zellbank sowie Transfer der Methode an vier Partnerlabore. Phase 2: Durchführung eines Ringversuchs mit 20–30 verblindeten Testsubstanzen. Phase 3: Vorbereitung der Unterlagen für die Einreichung der Methode als OECD-Prüfrichtlinie basierend auf dem Validierungsbericht.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Alternativmethoden zum Tierversuch

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Toxikologische Bewertungsstrategien (93)
Kontaktpersonen: Dr. Sophie Rigal, Dr. Kostja Renko, Dr. Michael Oelgeschläger
Externe Partner: BASF SE, Charles River Laboratories, Free University Amsterdam, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Association PEPPER, National Institute For Public Health and The Environment

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Bundesministerium für Bildung und Forschung
03LWH0154A