Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Toxoplasma gondii sources quantified

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Jan 2020
Projektende
Dec 2022
Kurztitel
EJP TOXOSOURCES
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Projekt konzentriert sich auf auf den umweltresistenten Erreger Toxoplasma gondii an den Schnittstellen zwischen Mensch, Tier, Lebensmittel und der Umwelt. Der zoonotische Parasit verursacht eine hohe Krankheitslast beim Menschen, auch in Europa. Außerdem kann er bei zahlreichen Tierarten klinische Erkrankungen hervorrufen. Die Infektion erfolgt über die durch die orale Aufnahme von Oozysten (über die Umwelt) oder von Gewebezysten (über Fleisch) erworben werden. Die relative Bedeutung dieser beiden Hauptübertragungswege sowie die spezifischen Infektionsquellen innerhalb dieser Übertragungswege waren bislang unbekannt, was teilweise auf einen Mangel an geeigneten Methoden zurückzuführen ist. Insbesondere die Umwelt. Auch die Kontamination der Umwelt mit T. gondii-Oozysten wurde bisher nicht ausreichend untersucht und unterschätzt. TOXOSOURCES untersuchte die relativen Bedeutung der verschiedenen Übertragungswege und Quellen von T. gondii-Infektionen mit multidisziplinären Ansätzen. Das Projekt sollte neue Methoden entwickeln und neue Erkenntnisse im Hinblick auf T. gondii - Infektionen liefern.

Ergebnis

Das Projekt füllte relevante Daten- und Wissenslücken, bestätigte bisher bekannte Infektionsquellen und lieferte Daten über neue mögliche Quellen, wie z. B. kontaminierte verzehrfertige Salate. Die Daten der Expositionserhebung werden auch für weitere länderübergreifende Risikobewertungen von Lebensmitteln von Nutzen sein. Das neue NGS-basierte Typisierungsinstrument ist ein wichtiger Fortschritt in der Methodik zur Identifizierung von Ausbrüchen und zum Aufspüren von Quellen, und wurde erfolgreich an verschiedenen Probenmatrizes in Pilotstudien angewandt, die unser Wissen über die molekulare Epidemiologie des des zoonotischen Parasiten erweitert haben.Das Projektergebnis entspricht in vollem Umfang dem Ziel des Projektes, und die Ergebnisse sind von höchstem wissenschaftlichem Niveau und weltweitem Standard. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste das Konsortium die internen Zeitpläne anpassen, insbesondere die Zeitpläne für die Laborarbeit aufgrund von Schließungen; die Abweichungen vom ursprünglich geplanten Projekt waren geringfügig und werden im Abschlussbericht klar begründet.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Diagnostik, Erregercharakterisierung, Parasiten in Lebensmitteln (45)
Kontaktpersonen: Dr. Anne Mayer-Scholl
Externe Partner: Statens Serum Institut, National Institute For Public Health and The Environment, Italian National Institute of Health, Institut für Epidemiologie, Robert Koch-Institut, Complutense University of Madrid, Technische Universität Dänemark, French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety , University of Surrey, National Veterinary Institute, Sweden, National Institut for Agricultural and Veterinary Research, Portugal

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant agreement 773830