Kategorie Forschungsprojekt
  • Toxikologie

PARC - Metabolic Disruption

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Mai 2022
Projektende
Apr 2026
Kurztitel
PARC-MDC
Abteilung
Chemikalien- und Produktsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

In den letzten zehn Jahren haben die Fortschritte in der Erforschung von Chemikalien mit endokriner Wirkung (EDC) gezeigt, dass eine spezifische nachteilige Wirkung einer Reihe von EDC darin besteht, dass sie eine dauerhafte Störung des körpereigenen Stoffwechsels hervorrufen können. Diese als "metabolism disrupting chemicals" (MDC) bezeichneten Stoffe stehen weitgehend im Verdacht, in Verbindung mit genetischen Faktoren, Ernährung und Lebensstil zum Auftreten von Fettleibigkeit und damit verbundenen Stoffwechselstörungen wie Typ-II-Diabetes und nichtalkoholischer Fettlebererkrankung beizutragen. Heutzutage leiden mehr als 50 Millionen Menschen in Europa an Stoffwechselstörungen, wobei die Rolle von Umweltstressoren (entweder vom Menschen verursachte oder natürliche Chemikalien) zunehmend anerkannt wird. Laut WHO/IPSC (2002) sollten bestimmte Kriterien erfüllt sein, damit eine Substanz als EDC/MDC eingestuft werden kann. Obwohl vermutet wird, dass MDC eine wichtige Rolle bei den weltweiten Epidemien von Stoffwechselstörungen spielen, gibt es derzeit keine spezifischen regulatorischen In-vivo- oder In-vitro-Tests, mit denen ihre schädlichen Auswirkungen ermittelt werden können. Aus regulatorischer Sicht ist es daher von größter Bedeutung, Methoden zu validieren, die es ermöglichen, MDC-assoziierte Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Methoden (NAM), die es ermöglichen, die wichtigsten regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Spezifische Verbindungen, die untersucht werden, stammen aus der PARC-Prioritätenliste (BPA-Alternativen), anderen EU-Projekten wie dem EURION-Cluster und Agenturen wie ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur oder EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit).
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Moderne Methoden in der Toxikologie / Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Zellbasierte Teststrategien und Toxikogenomik (74) Externe Partner: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, French National Institute for Agriculture, Food, and Environment, Universität Utrecht, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH, French National Institute of Health and Medical Research

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 101057014