Kategorie Forschungsprojekt
  • Alternativmethoden zum Tierversuch
  • Toxikologie

PARC Geschlechtsunterschiede in der Ausprägung von chemikalien-induzierter Hepatotoxizität

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Mai 2025
Projektende
Apr 2027
Kurztitel
PARC SDHEPATOX
Abteilung
Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren und experimentelle Toxikologie

Beschreibung und Zielstellung

Die Leber ist eines der am stärksten sexuell dimorphen Organe, und zu den hepatischen Stoffwechselwegen, die einem sexuellen Dimorphismus unterliegen, gehört der Stoffwechsel von Xenobiotika, Aminosäuren und Lipiden. Somit beeinflussen geschlechtsspezifische biologische und physiologische Unterschiede die individuelle Empfindlichkeit und die Auswirkungen der ExpositionExpositionZum Glossareintrag gegenüber Chemikalien auf die menschliche Gesundheit. Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit eines akuten Leberversagens bei Frauen höher als bei Männern, und 70 % aller Fälle von akutem Leberversagen treten bei Frauen auf. Tierstudien können sexuellen Dimorphismus berücksichtigen, indem das empfindlichste Geschlecht für In-vivo-Studien ausgewählt wird. Die zur Charakterisierung der Toxizität von Schadstoffen in vitro verwendeten Modelle und Methoden ermöglichen es jedoch noch nicht, die individuelle Anfälligkeit im Zusammenhang mit Sexualdimorphismus vorherzusagen. Daher ist es wichtig, den hepatischen Sexualdimorphismus bei der Analyse der toxikologischen Wirkungen von Umweltkontaminanten in In-vitro-Studien zu berücksichtigen und dieses Wissen aus regulatorischer Sicht in die Entwicklung neuer Alternativmethoden (NAMs) zu integrieren. Ziel dieses Projektes ist es, zur Verbesserung aktueller In-vitro-Methoden zur Beurteilung der In-vitro-Hepatotoxizität unter Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden beizutragen und unser Wissen durch die Verwendung verschiedener In-vitro-Lebermodelle in Verbindung mit prädiktiven Wirkungsmarkern zu verbessern. Das Projekt wird sich an der Arbeit im Rahmen der Aufgaben von WP5, insbesondere 5.2.1 und 5.3 sowie WP6 orientieren und die laufende Arbeit der OECD-Expertengruppe zu nicht genotoxischen Karzinogenen und endokrinen Disruptoren berücksichtigen.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Alternativmethoden zum Tierversuch

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Toxikologische Bewertungsstrategien (93)
Kontaktpersonen: Dr. Michael Oelgeschläger
Externe Partner: French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety , Vrije Universiteit Brussel

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 101057014