Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Landnutzung, Biodiversität und Nagetier-übertragene Krankheiten

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Apr 2020
Projektende
Okt 2023
Kurztitel
Biodiversitäts-Exploratorien
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

In dem DFG-Projekt wird die Wirkung von Gradienten der Landnutzungsintensität auf die Übertragung von durch Nagetiere übertragenen Krankheitserregern mit unterschiedlichen Merkmalen bei der Übertragung (direkt / Vektor) und der Wirtsspezialisierung (Multi-Wirt) untersucht. Die Studie wird sich auf die kleine Säugetiergemeinschaft auf Grünland und Wald konzentrieren, da sie Wirte für eine Vielzahl von Krankheitserregern sind und je nach den örtlichen Umweltbedingungen deutliche Unterschiede in Bezug auf Häufigkeit und Gemeinschaftsstruktur aufweisen. Detaillierte Informationen zur Landnutzungsintensität werden mit der Häufigkeit kleiner Säugetiere und Vektoren, der Vielfalt und der Zusammensetzung der Gemeinschaften verknüpft. Gefangene Tiere werden auf verschiedene Krankheitserreger wie Leptospira und Ektoparasiten untersucht. Die Ergebnisse werden spezifische Pathogenmerkmale hervorheben, die durch verschiedene Formen der Landnutzungsintensität begünstigt oder benachteiligt werden. Die Infrastruktur der Biodiversity Exploratories ermöglicht die Einbeziehung verschiedener wichtiger Umweltfaktoren, die mit der Übertragung von Krankheiten verbunden sein können, einschließlich Vegetationsbedeckung, Nahrungsernährung oder Bodentyp. Unser Ziel ist es, unseren methodischen Ansatz mit mehreren anderen Projekten von Biodiversity Exploratories zu verknüpfen, damit die Ergebnisse in eine Vielzahl von Forschungsfragen einfließen können.

Ergebnis

Im Projekt LaBiRo übernham das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung eine Teilaufgabe. Für diese Aufgabe sollten verschiedene Nagetierspezies auf Infektion mit Leptospiren untersucht werden. Im Projekt wurden 4122 DNA-Isolationen aus Nieren folgender Nagetierspezies durchgeführt: Microtus arvalis, Microtis sp.; Apodemus flavicollis, Apodemus sylvaticus, Microtis fortis, Apodemus agrarius und andere Wildnager. Die sich anschließende qPCR ergab 3881 negative und 241 positive Proben. Von den positiven Proben wurden 204 secY PCRs durchgeführt, davon waren 192 positiv (156 Leptospra kirschneri, 27 Leptospira borgpetersenii). Diese 192 positiven Proben wurden zur weiteren Differenzierung der MLST zugeführt. Hierbei wurden folgende Sequenztypen festgestellt: 153 x ST110, 19 x ST197, 1 x ST334, 11 x ST335 und 3 x ST340. Die Tiere wurden im Zeitraum Juni 2020 und Oktober 2021 gefangen. Insgesamt betrachtet konnte für den Beprobungszeitraum nur eine geringe PrävalenzPrävalenzZum Glossareintrag an Leptopira positivien Nagern identifiziert werrden, was dem Trend der frühen 2020er Jahre entspricht.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Diagnostik, Erregercharakterisierung, Parasiten in Lebensmitteln (45)
Kontaktpersonen: Dr. Anne Mayer-Scholl
Externe Partner: Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Universität Leipzig

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
MA 8856/1-1