Kategorie Forschungsprojekt
  • Expositionsschätzung

Integration der Softwaretools VEGA, toxRead, MERLIN-Expo und ERICA in eine gemeinsame Plattform für Risikobewertung und Substitution von gefährlichen Substanzen (LIFE VERMEER)

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Sep 2017
Projektende
Apr 2022
Abteilung
ExpositionExpositionZum Glossareintrag

Beschreibung und Zielstellung

Das Ziel des Projekts ist es, eine Software zu entwickeln, die eine Gefahrenbewertung mit einer Expositionsabschätzung für Mensch und Umwelt verbindet. Die entwickelten Werkzeuge konzentrieren sich auf die Anwendung in realen Fällen und bieten innovative Lösungen für spezifische Industriesektoren. Anhand von sechs Fallstudien, die aufgrund ihrer Bedeutung für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgewählt wurden, soll die Nutzung und die Potentiale der Tools demonstriert werden,

Ergebnis

Am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung wurde ein Modell zur Modellierung der Ausbreitung und Verteilung von Öl und Ölkomponenten in der marinen Umwelt entwickelt und in die Software MERLIN-Expo implementiert.Die Hauptziele des LIFE VERMEER-Projekts sind die Substitution risikoreicher Chemikalien durch potenziell sicherere Alternativen und die Integration der Gefahren- und Expositionsbewertung für Risiken für Mensch und Umwelt. Sie wurden durch die Entwicklung und Implementierung einer Reihe von neuen Softwarepaketen erreicht. Erstens haben wir fünf VERMEER-Tools entwickelt. Diese Werkzeuge wurden für die Risikobewertung von Kosmetika, Materialien mit Lebensmittelkontakt, Lösungsmitteln, Rodentiziden und Dispersionsmitteln/Ölen entwickelt. Diese Werkzeuge basieren auf der bestehenden VEGA-Plattform (für die Identifizierung und Charakterisierung von Gefahren) und der MERLIN-Expo-Plattform (für die Expositionsbewertung). VEGA ermöglicht die SchätzungSchätzungZum Glossareintrag verschiedener (öko-)toxikologischer und physikalisch-chemischer Eigenschaften mit Hilfe von In-silico-Modellen. MERLIN-Expo enthält eine Reihe von Modellen für die Simulation des Verbleibs von Chemikalien in der Umwelt und im menschlichen Körper. Für die Substitution haben wir drei Programme entwickelt, ToxEraser (für Kosmetika, Lebensmittelkontaktmaterialien und Lösungsmittel). Sobald eine risikobehaftete Chemikalie identifiziert ist, liefert ToxEraser eine Liste mit sichereren Ersatzstoffen unter Berücksichtigung des Sicherheitsniveaus, des Ähnlichkeitsindex, der durch spezifische strukturelle Warnungen identifizierten schädlichen Wirkung und der funktionalen Verwendung (nur für Kosmetika). Die neuen Softwarepakete wurden unter Berücksichtigung von sechs Fallstudien entwickelt: Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, Biozide (Rodentizide), Erdöl und Ölfraktionen, umweltfreundlichere Lösungsmittel, Dispersionsmittel und Kosmetika. Während des Projekts haben wir 10 Workshops und mehrere andere Schulungen und Verbreitungsaktivitäten organisiert, um die Ergebnisse zu verbreiten und ein Netzwerk mit möglichen interessierten Akteuren aufzubauen. 
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Harmonisierung und Standardisierung von Expositionsschätzungen / Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Chemikalienexposition und Transport gefährlicher Güter (31)
Kontaktpersonen: Dr. Matthias Grote
Externe Partner: Mario Negri Institute for Pharmacological Research, Angel Consulting, Électricité de France SA, Facilia AB, Kode s. r. l., SC Sviluppo chimica S.p.A.

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Förderkennzeichen der EU: LIFE16 ENV/IT/000167