Kategorie Forschungsprojekt
  • Toxikologie

Erneuerbare und sichere aromatische Verbindungen als Ersatz für besorgniserregende Substanzen

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Dez 2024
Projektende
Nov 2028
Kurztitel
RADAR
Abteilung
Deutsches Zentrum zum Schutz von Versuchstieren und experimentelle Toxikologie

Beschreibung und Zielstellung

Aus fossilen Rohstoffen hergestellte aromatische Chemikalien wie Phenol, Bisphenol A (BPA), BPA-Derivate und Alkylphenole werden in Millionen Tonnen produziert und häufig in Tensiden, Flammschutzmitteln und Kunststoffen verwendet. Sie geben jedoch auch Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Umwelt und Gesundheit, insbesondere bei Anwendungen, die zu einer potenziellen ExpositionExpositionZum Glossareintrag des Körpers führen, wie z. B. Waschmittel, Möbel, Textilien oder Lebensmittelverpackungen. Daher zielt dieses multidisziplinäre EU-Projekt darauf ab, erneuerbare Verbindungen als unbedenkliche Alternativen für derzeitige aromatische Chemikalien nach dem Safe and Sustainable-By-Design (SSbD)-Konzept zu entwickeln. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem molekularen Design neuartiger biobasierter Verbindungen als Alternativen für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) mittels einer innovativen katalytischen Bioraffinerie von Reststoffen aus Biomasse. Für die Gefahrenbewertung der neuen Chemikalien in Bezug auf die menschliche Gesundheit und die Umwelttoxizität werden sogenannte New Approach Methodologies (NAMs) verwendet. Für die Designphase und für die In-silico-Folgenabschätzung der neuartigen Chemikalien werden Modelle für maschinelles Lernen entwickelt. Erfolgreiche Produkte sind sicher, folgen den Prinzipien der grünen Chemie, weisen einen geringeren CO2-Fußabdruck als ihre petrochemischen Äquivalente auf. Die ausgewählten RADAR-Chemikalien werden auf eine Größenordnung von mehreren Kilogramm hochskaliert und in industriellen Anwendungen untersucht, während sie mit den funktionellen Eigenschaften von Standard-Flammschutzmitteln, Tensiden oder Dosenbeschichtungsmaterialien verglichen werden. Um seine Ziele zu erreichen, bezieht das RADAR-Konsortium alle relevanten industriellen Akteure entlang der Wertschöpfungskette ein, von der Biomasse-Raffinerie über die Chemieproduktion bis hin zu Markeninhabern in den Endmärkten, unterstützt durch exzellente Wissensinstitutionen.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Moderne Methoden in der Toxikologie / Alternativmethoden zum Tierversuch / Wirkungsbezogene Analytik und Risikofrüherkennung

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Toxikologische Bewertungsstrategien (93) Beteiligte BfR-Partner: Chemikalien- und Produktsicherheit
Externe Partner: Katholische Universität Leuven, Universität des Saarlandes, University of Groningen, Technische Universität Dänemark, Universität Graz, San Jorge Universität, Apeiron-Team NV, Sciensano, Syensqo SA - France, ICL Europe, GECCO Biotech BV, Allnex Belgium SA/NV, Particula Group LTD - Kroatien, Procter & Gamble Services Company NV, Normec OWS NV, Anheuser-Busch InBev SA/NV, UPM Biochemicals GmbH - Deutschland

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 101178148