Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Effektive Kombination von Phagen und Antibiotika zur verbesserten Therapie von KLEbsiella pneumoniae

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Jun 2023
Projektende
Mai 2026
Kurztitel
KLEOPATRA
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Im Rahmen dieses Projektes sollen Untersuchungen zur Eignung kombinierter Ansätze von Bakteriophagen und Antibiotika zur Reduktion von multiresistenten Klebsiella pneumoniae Infektionen insbesondere beim Menschen erfolgen. Das Projekt beschäftigt sich mit der Charakterisierung einer K. pneumoniae Stamm-Kollektion, die einem One Helath Ansatz entspricht. Diese Stämme sollen dann eingehend phänotypisch und genetisch charakterisiert werden. Darüber hinaus werden verfügbare Klebsiella Bakteriophagen aus dem Konsortium sequenziert, um auch hier detaillierte informationen zur genetischen Basis der Phagen zu haben. Im weiteren werden die Genominformation der Bakterien und Phagen verwendet, um mathematische Modelle zu erstellen, die Aussagen zur Phagen/Wirtsspezifiät zulassen. Künftig soll auf mikrobiologische Untersuchungen diesbezüglich verzichtet werden können, da diese sehr aufwendig sind. Weitere Teilaspekte des Projektes werden sich mit Untersuchungen zu Depolymerasen beschaftigen, um deren Potenzial zu Verstärkung eines Bakteriophageneinsatzes zu bestimmen. Der Einsatz von Antibiotika mit und ohne Bakteriophage/Depolymerase soll in weiteren Untersuchungen im Detail bestimmt werden, um eine verbesserte Effizienz zukünftiger therapeutische Methoden zu ermöglichen. Als innovativer Zusatz wird die in vitro Herstellung von Phagen untersucht, deren Einsatz ohne aufwendige Reinigungsschritte im Bereich der Humanmedizin zu ermöglichen. Ziel des Projektes ist es, die Bekämpfung von multiresistenten K. pneumoniae Infektionen durch einen kombinierten Einsatz von Antibiotika und Bakteriophagen/Depolymerasen zu verbessern. Der primäre Fokus ist ein Einsatz im Humanbereich, jedoch soll das Projekt im Sinne eines One Health Ansatzes durchgeführt werden, um auch den Einsatz in anderen Sektoren zu evaluieren.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Diagnostik, Erregercharakterisierung, Parasiten in Lebensmitteln (45)
Kontaktpersonen: Dr. Jens André Hammerl
Beteiligte BfR-Partner: Biologische Sicherheit
Externe Partner: Universität Breslau, Katholische Universität Leuven, INSERM 1135, Faculté de Médecine Sorbonne Université, Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, The Hebrew University of Jerusalem, Invitris

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Bundesministerium für Bildung und Forschung
01KI2302B