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Fragen und Antworten zu perfluorierten und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS)

FAQ des BfR vom 5. November 2019

Perfluorierte und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind Industriechemikalien, die aufgrund ihrer besonderen technischen Eigenschaften in zahlreichen industriellen Prozessen und Verbraucherprodukten eingesetzt werden. Die Stoffgruppe umfasst mindestens 4000 verschiedene Verbindungen. Im Tierversuch wirken einige von ihnen leberschädigend, reproduktionstoxisch und vermutlich krebserzeugend.

In der Untergruppe der Perfluouralkylsubstanzen sind die Verbindungen Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) am besten untersucht. Wie alle PFAS sind auch diese beiden Verbindungen in der Umwelt schwer abbaubar und mittlerweile überall nachweisbar - in der Umwelt, in der Nahrungskette und im Menschen. Im Jahr 2018 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Neubewertung der gesundheitlichen Risiken durch PFOA und PFOS in Lebensmitteln veröffentlicht.

Bei der Neubewertung hat sich die EFSA erstmals primär auf die Daten von Studien bezogen, bei denen Zusammenhänge zwischen der Höhe der PFOS/PFOA-Gehalte im Blut und Veränderungen biologischer Parameter beobachtet wurden, die möglicherweise langfristig zu einem stärkeren Auftreten bestimmter Erkrankungen in der Bevölkerung führen können.

Die Verwendung von PFOS ist bereits seit 2006 stark eingeschränkt. Für PFOA ist ein weitgehendes Verwendungsverbot ab dem Jahr 2020 vorgesehen. Dann wird es u. a. verboten sein, Erzeugnisse, die PFOA, deren Salze und Vorläuferverbindungen oberhalb eines bestimmten Grenzwertes enthalten, herzustellen und in den Verkehr zu bringen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Fragen und Antworten zum Thema PFAS zusammengestellt.

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