Kategorie Wissenschaftsberichte

Wahrnehmung von Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften) in Lebensmitteln Bevölkerungsbefragung zu Mykotoxinen

Darum geht es:

Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung hat im Frühjahr 2026 eine Bevölkerungsbefragung durchgeführt, um die öffentliche Wahrnehmung gegenüber Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften) in Lebensmitteln zu untersuchen. Ziel war es, neben der Risikowahrnehmung, Wissenslücken, das Verhalten sowie die zugrunde liegenden emotionalen und rationalen Faktoren zu untersuchen, um die Risikokommunikation zu verbessern.

  • Der Verzehr von potenziell betroffenen Lebensmitteln wie frischem Obst, Gemüse und Backwaren sowie getrockneten Gewürzen gehört für die Mehrheit der Bevölkerung zum Alltag. Nachdem sichtbarer Schimmel erkannt wird, variiert das Risikovermeidungsverhalten stark je nach Lebensmittelart.
  • Während das Bewusstsein für die Unsichtbarkeit und Ausbreitung von Schimmelpilzgiften in Brot sehr hoch ist, bestehen erhebliche Defizite beim Wissen über die Hitzeresistenz von Mykotoxinen sowie über das Vorkommen in getrockneten Gewürzen.
  • Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung zeigt sich wegen Schimmelpilzgiften besorgt oder denkt im Alltag aktiv darüber nach. Dies korreliert mit einer als sehr niedrig wahrgenommenen Berichterstattung in den Medien.
  • Im direkten Vergleich mit anderen potenziellen Risikothemen wie Mikroplastik oder Schwermetallrückständen werden Schimmelpilzgifte von den Verbraucherinnen und Verbrauchern sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als auch der Schwere gesundheitlicher Auswirkungen als am wenigsten bedrohlich eingestuft.