Kategorie Forschungsprojekt
  • Risikokommunikation

Verbesserte Kommunikation im Rahmen von Risikoanalysen

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Okt 2021
Projektende
Sept 2023
Kurztitel
EnComRan
Abteilung
Sicherheit in der Nahrungskette

Beschreibung und Zielstellung

Das Hauptziel von ENCOMRAN besteht darin, Risikokommunikationskapazitäten aufzubauen, indem die Kommunikation zwischen Risikobewertern und Risikomanagern eingehender untersucht wird, mehr europäische Länder einbezogen werden (im Vergleich zu COMRISK) und gemeinsame Richtlinien für eine offene und transparente Risikokommunikation entwickelt und gefördert werden.

Ergebnis

Die Risikoanalyse ist ein strukturierter Ansatz, der Risikobewertung, Risikomanagement und Risikokommunikation beinhaltet, wobei letztere die Kommunikation zwischen Risikobewertern und Risikomanagern inkludiert. In den letzten Jahrzehnten hat es einen Paradigmenwechsel gegeben von der "strikten Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement" hin zu einem Modell, bei dem der Dialog ein integraler Bestandteil des Prozesses ist. Wie jedoch bereits die REFIT-Bewertung schlussfolgerte, bedarf es trotzdem einer engeren Zusammenarbeit. Die Ziele des ENCOMRAN-Projekts waren (i) die Interaktionen innerhalb der Lebens- und Futtermittel-Risikoanalyse auf Ebene der EU-Mitgliedstaaten zu erfassen und zu beschreiben, wie sie von Risikomanagern und Risikobewertern wahrgenommen werden, und (ii) die gewonnenen Erkenntnisse in einem Dokument zusammenzufassen, das die Kommunikation unterstützt.  Eine internetbasierte Umfrage wurde mit Risikobewertern (n = 55), Risikomanagern (n = 31) und denjenigen, die beide Rollen innehaben (n = 9) in europäischen Ländern durchgeführt. Die Ergebnisse unterstützen die jüngsten Forderungen nach einer offeneren, häufigeren, informelleren, Feedback-reichen und vertrauensbildende Kommunikation zwischen Risikobewertern und Risikomanagern. Es ist wichtig, Hindernisse für die Interaktion zu berücksichtigen, insbesondere wie die vorgeschriebene Unabhängigkeit des wissenschaftlichen Prozesses interpretiert wird. Auch das Zeitmanagement ist ein Schlüsselfaktor, insbesondere bei längeren Beurteilungen. Aus den Ergebnissen ging nicht hervor, dass ein bestimmtes Organisationsmodell besser ist als andere. Sie wiesen vielmehr darauf hin, dass es wichtig ist, einen umfassenden Leitfaden für den angemessenen Grad der Kommunikation in den verschiedenen Phasen der Risikoanalyse und vor allem für die Schritte zu erarbeiten, die erforderlich sind, um die Unabhängigkeit und Transparenz der Risikobewertung zu gewährleisten. Die Ergebnisse wurden zusammen mit den Befragungen im Rahmen des vorangegangenen COMRISK-Projekts und Literaturdaten als Grundlage für einen Leitfaden verwendet. Insgesamt empfehlen wir eine engere Kommunikation bei der Formulierung von Bewertungsfragen und eine vollständige Dokumentation der Sitzungen, um Missverständnisse in Bezug auf die Bedürfnisse der Risikomanager und mögliche Ergebnisse zu vermeiden. https://www.efsa.europa.eu/en/supporting/pub/en-8588
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Forschung zur Sicherheit nationaler und internationaler Warenketten / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Studienzentrum Landnutzungsbezogene Bewertungsverfahren, One-Health-Konzepte (8SZ)
Kontaktpersonen: Dr. Anneluise Mader
Beteiligte BfR-Partner: Risikokommunikation
Externe Partner: Swedish National Veterinary Institute, Finnish Food Authority, Wageningen University & Research, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/ENCO/2020/03

Publikationen

https://www.efsa.europa.eu/en/supporting/pub/en-8588