Kategorie Forschungsprojekt
  • Analytik
  • Expositionsschätzung

Towards harmonised test methods for nanomaterials

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Apr 2020
Projektende
Sept 2023
Kurztitel
NanoHarmony
Abteilung
Chemikalien- und Produktsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das NanoHarmony-Projekt hat die Aufgabe, die Entwicklung von Testrichtlinien und Leitfäden für acht Endpunkte zu unterstützen, bei denen an Nanomaterialien angepasste Testmethoden als regulatorische Priorität identifiziert wurden.

Ergebnis

Das übergeordnete Ziel des EU Projekts NanoHarmony war es, einen wichtigen Beitrag für die Anpassung von OECD Prüfmethoden (Test Guidelines, TGs) und Leitfäden (Guidance Documents, GDs) an Nanomaterialien zu liefern. Im Projekt wurden acht Endpunkten ausgewählt, unter Berücksichtigung von Empfehlungen der ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur Nanomaterial Expertengruppe (NMEG), der OECD WPMN und der MALTA Initiative.
Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung beteiligte sich als Co-Lead an zwei der priorisierten Endpunkte: der Arbeit an einem OECD GD zur Bestimmung der Löslichkeit und der Freisetzungsrate von Nanomaterialien in Wasser und relevanten synthetischen biologischen Medien (WNT-Projekt 1.5) sowie an der Arbeit an einer OECD GD zur Identifizierung und Quantifizierung der Oberflächenchemie und Beschichtungen von nano- und mikroskaligen Materialien (WNT-Projekt 1.6).
Im Rahmen des Projekts zur Bestimmung der Löslichkeit und Freisetzungsraten von Nanomaterialien wurden sowohl bereits in der Literatur verfügbare Daten und Methoden bewertet und neue Daten durch die Durchführung eines Laborvergleichsversuchs (ILC), sowie durch die Konsultation mit einem Expertengremiums generiert. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung war mitverantwortlich für die Organisation des ILC und für die statistische Datenanalyse und Dateninterpretation der Ergebnisse des ILC. Nach Abschluss der Arbeiten im EU Projekt NanoHarmony war das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung weiterhin zuständig die erzielten Daten in das OECD GD einzubringen und auf Expertenebene innerhalb des OECD Projekts abzustimmen. Die Fertigstellung der OECD GD ist für 2026 geplant.
Für das Projekt zur Identifizierung und Quantifizierung der Oberflächenchemie und Beschichtungen von nano- und mikroskaligen Materialien wurde ein sogenannter „tiered approach“ Ansatz gewählt. Hierfür wurden mehrere Standardarbeitsanweisungen (SOPs) zur Anwendung von geeigneten chemischen Analysetechniken entwickelt. Es wurde außerdem ein ILC zur Validierung der erhaltenen Ergebnisse im Rahmen des EU-Projektes NanoHarmony durchgeführt. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung war Co-Lead beider Aktivitäten und auch verantwortlich die Ergebnisse in ein OECD GD einzubringen sowie auf Expertenebene innerhalb des OECD Projekts abzustimmen. Doe Fertigstellung der OECD GD ist für Anfang 2026 geplant.Ingesamt koordinierte das EU Projekt NanoHarmony für alle acht priorisierten Endpunkte die Datenerhebung und deren statistische Auswertung. Damit etablierte das Projekt ein nachhaltiges Netzwerk um auch nach Abschluss des Projekts die Neuentwicklung bzw. stete Verbesserung bestehender Testmethoden zu unterstützen.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Nanotechnologie: Nachweis, Toxikologie, Risikobewertung und Risikowahrnehmung / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Faser- und Nanotoxikologie (76)
Externe Partner: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, National Institute For Public Health and The Environment, Department of Health & Social Care, Luxembourg Institute of Science and Technology, Nanotechnology Industries Association, University of Plymouth, The National Research Centre For The Working Environment, French National Institute for Industrial Environment and Risks, National Institute for Agricultural and Food Research and Technology, Italian National Institute of Health, United Kingdom Research and Innovation, University of Aveiro, BASF SE

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 885931