Im Jahr 2023 startete die
EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) ein Projekt zur Förderung der Verwendung von Methoden des neuen Konzepts (New Approach Methods, NAMs) bei der Risikobewertung von Pestizidrückständen und Metaboliten (NAMs4PestRes) durch den Einsatz der OECD-QSAR-Toolbox, einem frei verfügbaren In-silico-Tool, das von der
ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur verwaltet wird, um die Konnektivität von IUCLID und MetaPath zu verbessern und eingebettete In-silico-Modelle zu implementieren. Das Ergebnis wird ein automatisierter und standardisierter Arbeitsablauf für die Bewertung der Mutagenität (bakterielle Genmutation) von Pestizidrückstandsmetaboliten sein, der in einer Softwareanwendung innerhalb der OECD-QSAR-Toolbox implementiert werden soll. Der Arbeitsablauf berücksichtigt die Identität und Menge der zu bewertenden Rückstände sowie die wichtigsten Schritte der toxikologischen Bewertung von Rückstandsmetaboliten auf der Grundlage von experimentellen Daten zu den Rückständen (sofern verfügbar), die Abdeckung des Metaboliten durch die Ausgangsverbindung auf der Grundlage der ADME-Eigenschaften der Ausgangsverbindung (falls zutreffend) sowie QSAR, Gruppierung und Read-Across. Das Schema wird den kommenden Leitlinien zur Definition von Rückständen folgen. Die vorgeschlagene Lösung trägt dazu bei, die Anforderung von experimentellen Daten zu reduzieren, indem sie die Verwendung von Alternativen zu Tierversuchen fördert. Letztendlich wird die vorgeschlagene Lösung die Zusammenarbeit mit der
ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur und den Mitgliedstaaten stärken.
Im Rahmen dieses Projekts werden drei Fallstudien durchgeführt. Die Ziele der Ausschreibung sind i) die Erprobung und Bewertung der Funktionalität des automatisierten und standardisierten Arbeitsablaufs für die Mutagenitätsbewertung (bakterielle Genmutation) von Pestizidmetaboliten, der im Rahmen der OECD-QSAR-Toolbox entwickelt wird, und ii) die Erstellung eines Expertengutachtens zu den Ergebnissen der Fallstudien.