Die Kenntnisse zum Verbleib von lebertoxischen Pyrrolizidinalkaloiden (PA) und deren N-Oxiden (PANO) im Nutztier und zu einem möglichen Übergang in Lebensmittel tierischer Herkunft sind derzeit für eine verlässliche Bewertung der Risiken einer Kontamination von Futtermitteln und für eine Ableitung von Risikomanagementmaßnahmen lückenhaft. Im Rahmen dieses Verbundprojektes werden u.a. Fütterungsstudien an Schafen, Ziegen und Rindern durchgeführt und daraus gewonnene Proben (tierische Gewebe und Organe, Milch und andere Körperflüssigkeiten) auf PA/PANO untersucht.
Das
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung befasst sich mit dem analytischen Nachweis von PA/PANO und insbesondere deren Metaboliten in Proben aus den
in vivo Fütterungsstudien. Darüber hinaus führt das
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung schwerpunktmäßig begleitende
in vitro Untersuchungen zu (a) der ruminalen Metabolisierung, (b) der Gewebegängigkeit beim Durchgang durch die Darmwand und (c) der hepatischen Metabolisierung in Mikrosomen und Cytochrom P450-Präparationen aus Leberzellen durch.
Die Analyse der Proben erfolgt am
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung mithilfe moderner Methoden (hochauflösende Massenspektrometrie in Verbindung mit Software-gestützter Auswertung der gewonnenen Analysendaten), die eine sensitive und hochspezifische Identifikation von Metaboliten mit struktureller Verwandtschaft zu PA/PANO in den diversen Proben der
in vivo- und
in vitro-Studien auf Basis von umfangreicher Expertise ermöglichen.
Das Projektziel bezogen auf den
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Schwerpunkt ist es damit primär, den Verbleib der verfütterten PA/PANO im Tier zu klären. Dabei gilt es metabolische Veränderungen der PA/PANO nachzuvollziehen und Bilanzierungen zu vervollständigen. Auf Basis der erhaltenen Daten können die Bewertungen von Risiken für die Gesundheit der Nutztiere bzw. für den Verbraucher, als Konsument von Lebensmitteln tierischen Ursprungs, verbessert werden.