Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Strengthening the New Zealand combat against Yersiniosis

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Nov 2021
Projektende
Oct 2024
Kurztitel
Catalyst
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Die Yersiniose ist eine Infektionskrankheit, die durch Yersinien verursacht wird. Die Infektionsraten in Aotearoa, Neuseeland, steigen an und sind hoch, verglichen mit anderen Ländern. Jedoch ist es immer noch eine Herausforderung, Yersinien in Lebensmitteln zu detektieren und sie daraus zu isolieren, was die Möglichkeit der Identifitierung von Infektionsquellen limitiert. Es ist beabsichtigt, dass Wissenschaftler aus Neuseeland und Deutschland zusammenarbeiten und ihre Erfahrungen, Kenntnisse und Daten teilen, um Methoden zu verbessern, die bei epidemiologischen Studien helfen können. Dieses betrifft zunächst den Austausch und die Analyse von Genomdaten verschiedener Yersinien aus Neuseeland und Deutschland (und anderen Ländern), um genetische Marker zu identifizieren, die zur Unterscheidung pathogener und nicht-pathogener Stämme geeignet sind. Das gilt insbesondere für Stämme des Biotyps 1A, die häufig als nicht-pathogen angesehen werden, jedoch mit steigender Tendenz bei klinischen Fällen in Neuseeland auftreten und durch momentan verfügbare Methoden nicht leicht identifiziert werden können. Die Kombination dieser Marker mit anderen Methodenverbesserungen, wie z.B. Phagen-basierter Technologien, die von deutscher Seite aus entwickelt werden, werden ebenfalls für eine Anwendung in Neuseeland bewerted. Falls erfolgreich, werden weitere Möglichkeiten in komplementären Feldern wie der "Yersiniose bei Tieren" überprüft, die eine große Belastung für die Produktion von Nutztieren und in Zoos darstellt.

Ergebnis

Dieses Kooperationsprojekt konzentrierte sich im Wesentlichen auf den kulturellen und molekularen Nachweis sowie auf die Bedeutung von Yersinia enterocolitica (insbesondere Biotyp 1A-Isolaten), die in Neuseeland eine große Rolle als Krankheitserreger spielen.Der kulturelle Nachweis der Bakterien in Fleisch konnte durch Verbesserung der CEN ISO 10273:2017-Methode optimiert werden. Bezüglich des molekularen Nachweises haben wir eine neuartige Multiplex PCR entwickelt, mit welcher sich alle Y. enterocolitica-Biotypen sicher nachweisen lassen (Publikation ist in Revision). Insgesamt wurden in dem Projekt ca. 300 Biotyp 1A-Isolate aus Lebensmitteln und der Umwelt, wie auch aus klinischen Proben sequenziert und miteinander verglichen. Die Sequenzdaten sollen dann in Relation gesetzt werden mit phänotypischen Untersuchungen (Bestimmung der Serumresistenz, Invasivität bei Zellkulturen, Abtötung von C. elegans) zur VirulenzVirulenzZum Glossareintrag der Bakterien, die zur Zeit noch in unseren Laboren durchgeführt werden. Darüber hinaus beinhaltete das Projekt zwei Gastwissenschaftler-Aufenthalte in Neuseeland mit der Teilnahme an Konferenzen einschließlich Vorträgen über unsere Ergebnisse.


Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health) / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Diagnostik, Erregercharakterisierung, Parasiten in Lebensmitteln (45)
Kontaktpersonen: Dr. Stefan Hertwig
Externe Partner: Institut für Umweltwissenschaften und Forschung, Christchurch, Neuseeland

Mittelgeber und Förderkennzeichen

The Royal Society of New Zealand
JVH-ESR2001