Kategorie Forschungsprojekt
  • Analytik
  • Expositionsschätzung

Risikoorientierte versus zufällige Probenahme - Phase 2

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Apr 2024
Projektende
Apr 2025
Kurztitel
RBR
Abteilung
ExpositionExpositionZum Glossareintrag

Beschreibung und Zielstellung

Im Jahr 2023 haben die beiden Projektpartner AGES und NWVA existierende Kontrollpläne untersucht und eine Literaturrecherche zur Verfügbarkeit von Methoden zur Kombination von risikobasierten und Zufallskontrollen durchgeführt. Obwohl sie gut begründete Kontrollpläne vorfanden, die häufig sowohl risikobasierte als auch Zufallskontrollen enthielten, konnten sie keine einheitliche Methode für die Auswahl der jeweiligen Kombination von risikobasierten und Zufallskontrollen ermitteln. Der Literaturüberblick ergab, dass es zwar einige Methoden gibt, die für die Kombination von risikobasierten und Zufallskontrollen verwendet werden können, dass es aber so gut wie keine Arbeiten zu allgemein anwendbaren Methoden für die Auswahl der optimalen Kombination gibt. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Faktoren identifiziert, die die Wahl der Kontrollstrategie (risikobasiert, zufällig oder eine Kombination) beeinflussen können, und es wurde ein Rahmen für die Entwicklung einer solchen Strategie vorgeschlagen. Bis 2024 wollen AGES und NVWA auf den Ergebnissen von Phase 1 dieses Projekts in dreifacher Hinsicht aufbauen: 1) Erweiterung der in Phase 1 entwickelten Ansätze, um die Zuweisung von Kontrollen mit der Eintreibung in einem einzigen Prozess zu kombinieren; 2) Entwicklung praktischer Anwendungsfälle für die in Phase 1 entwickelten Ansätze bei AGES und NVWA; und 3) Weitergabe der in Phase 1 entwickelten Ansätze an andere Mitgliedstaaten durch Webkonferenzen und Unterstützung bei der Entwicklung eigener Anwendungsfälle. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung will einen solchen Anwendungsfall beisteuern, bei dem es um Proben aus der amtilichen Lebensmittelüberwachung geht.

Ergebnis

Vorbereitende Arbeiten für den Versuch, risikobasierte Konzentrationsdaten in Lebensmitteln in die Bewertung der Exposition über die Ernährung zu integrieren, wurden durchgeführt. Zunächst wurden Daten für einen Stoff, Cadmium, angefordert und auf potenzielle Kandidaten für die Rückgewinnung untersucht. Bei Cadmium scheinen sich die meisten Lebensmittel mit ausreichenden Proben für einen Vergleich zwischen risikobasierter und zufälliger Probenahme nicht wesentlich zu unterscheiden. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die programmspezifischen risikoorientierten Probenahmekriterien keinen ausreichenden Einfluss auf die Cadmiumkonzentrationen haben, um einen Unterschied zu bewirken. 
Kernbotschaften:- Die Ermittlung geeigneter risikoorientierter Probenahmekriterien ist substanz- und lebensmittelspezifisch- Wenn die risikoorientierten Probenahmekriterien eines ansonsten risikobasierten Programms nicht den Repräsentativitätskriterien der Zufallsstichprobenentnahme widersprechen, kann die zu erwartende Verzerrung vernachlässigt werden und sie können zusammen mit Proben aus der Zufallsstichprobenentnahme bewertet werden
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Harmonisierung und Standardisierung von Expositionsschätzungen

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Lebensmittelexposition und Gesamtbewertung (34) Externe Partner: AGES - Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, Netherlands food and consumer product safety authority

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/ENREL/2022/03-SA4