Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

One Health approach to investigate Botulinum neurotoxin--producing bacteria contamination levels from farm to fork

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Feb 2025
Projektende
Jan 2027
Kurztitel
One Health Botulism
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

In einer aktuellen Publikation wurde ein humaner Botulismus-Ausbruch durch eine neue Botulinum-Neurotoxin C (BoNT/C)-Variante über den Verzehr eines kommerziell hergestellten Hühnerfleischgerichtes beschrieben. Bedenklich ist dies auch, da die gleiche Variante im letzten Jahr in Frankreich im Zusammenhang mit einem Botulismus-Ausbruch in einem Schweinemastbetrieb nachgewiesen wurde. Obwohl Schweine oft Sporen von BoNT-produzierenden Clostridien in sich tragen, gelten sie generell als nicht empfänglich für Botulismus. Weiterhin bedenklich ist außerdem die vermehrte Gewinnung von Isolaten, die keiner Clostridienspezies angehören, aber Gene zur Bildung BoNT-ähnlicher Proteine in sich tragen, welche potentiell Aktivität gegenüber menschlichen Neuronen aufweisen. Beantragt wird das erste Monitoring auf EU-Ebene, um mit einem One-Health-Ansatz Daten zur PrävalenzPrävalenzZum Glossareintrag Botulinum-Neurotoxin (BoNT)-produzierender Organismen zu gewinnen. Der Fokus soll auf Clostridium (C.) botulinum der Gruppe III liegen, vor allem solche, welche Gene für die neue BoNT/C-Variante tragen. Von Interesse sind aber auch Nicht-Clostridien-Spezies mit verwandten Genen. Die Proben sollen aus landwirtschaftlichen Nutztierbetrieben, mit tierischen Düngern behandelten Böden und Lebensmitteln stammen. Die Daten aus diesem Monitoring sollen helfen, das Botulismus-Risiko vor allem in Bezug auf die neue epidemiologische Situation zu bewerten. Gewonnene Isolate aus positiven Proben können Informationen zu neuen Strategien zur Eliminierung oder Reduzierung des Botulismus-Risikos liefern.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Bakterielle Toxine, Gemeinschaftsverpflegung (44)
Externe Partner: French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety , Italian National Institute of Health, Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/ENREL/2022/03-SA10