Kategorie Forschungsprojekt
  • Toxikologie
  • Alternativmethoden zum Tierversuch

LivSys-Transfer - Transfer des LivSys in vitro Systems für Hepatotoxizität in die Anwendung

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Jan 2017
Projektende
Jan 2020
Kurztitel
LivSys-Transfer
Abteilung
Lebensmittelsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Projekt LivSys-Transfer hat das konkrete Ziel, ein vielversprechendes neues in vitro-System zur Vorhersage der Hepatotoxizität von Chemikalien in die Anwendung zu bringen. Grundlage sind die Ergebnisse der Pilotphase des Projekts, wo bereits eine Signatur von sieben Genen als Marker für die hepatotoxische Wirkung von Testchemikalien in primären humanen Hepatozyten vitro identifiziert und auf ihre Robustheit im Interlaborvergleich getestet worden war. Im Projekt „LivSys-Transfer“ wurden nun konkret folgende Ziele verfolgt: 1.) Zusätzliche Analysen mit den bereits verwendeten sowie mit neuen, zusätzlichen Testsubstanzen sollten zur weiteren Bestätigung der Funktionalität des in vitro-Systems genutzt werden. Hierzu gehörte auch die Durchführung einer verblindeten Studie. 2.) In einer Optimierungsphase sollten weitere, funktionelle Parameter untersucht und bei entsprechender Eignung in das Testsystem integriert werden. 3.) Zur Vereinfachung der Nutzung des Testsystems sowie zur Kostenreduktion sollte eine Übertragung des Testsystems von primären humane Hepatozyten auf humane Lebertumor-Zelllinien erfolgen. Mit dem LivSys-in vitro-System soll ein zellkulturbasiertes Testsystem zur Verfügung gestellt werden, dass die tierversuchsfreie Identifizierung von hepatotoxischen Chemikalien an humanen Leberzellen ermöglicht und in der Lage ist, kritische Serumkonzentrationen der untersuchten Wirkstoffe und Chemikalien vorherzusagen.

Ergebnis

Die am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung durchgeführten Experimente sollten einerseits die Eignung der Zelllinie HepaRG in Verbindung mit der 7-Gen-Signatur aus der Pilotphase von „LivSys“ als in vitro-System zur Detektion von Hepatotoxizität untersuchen, andererseits sollten im Rahmen eines Transfers in die Anwendung lebensmittel- und expositionsrelevante Chemikalien, die aktuell im Fokus der toxikologischen Risikobewertung stehen, untersucht werden. Eine Gesamtauswertung der Projektergebnisse wird zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Abschlussbericht des IfADo als der koordinierenden Institution erfolgen, sobald das dortige Teilprojekt abgeschlossen ist. Die mit den Lebensmittelkontaminanten erzielten Ergebnisse lassen darauf schließen, dass das Testsystem zur Detektion der Hepatotoxizität dieser Substanzen geeignet ist. Ein zukünftiger Einsatz des Testsystems aus „LivSys-Transer“ könnte etwa als Screening-System zur Testung auf Hepatotoxizität erfolgen, um potentiell lebertoxisch wirkende und daher toxikologisch problematische Chemikalien in vitro zu identifizieren. Eine abschließende Bewertung des Systems kann allerdings erst erfolgen, wenn nach der Beendigung sämtlicher Teilprojekte die Gesamtschau der erzielten Ergebnisse vorliegt.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Alternativmethoden zum Tierversuch

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Zellbasierte Teststrategien und Toxikogenomik (74)
Kontaktpersonen: Prof. Dr. Dr. Alfonso Lampen, Dr. Thorsten Buhrke
Externe Partner: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, Universität Leipzig, Technische Universität Dortmund

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Bundesministerium für Bildung und Forschung
031L0119C