Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Lebens- und Futtermittelklassifikation für Rückverfolgungszwecke

Projektstatus
Im Abschlussverfahren
Projektstart
Jun 2021
Projektende
Sept 2023
Kurztitel
FoodClass
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

In den letzten Jahren wurde die Rückverfolgungssoftware FoodChain-Lab immer häufiger eingesetzt und es wurde eine größere Vielfalt zusätzlicher Rückverfolgungstools für unterschiedliche Zwecke verfügbar. Daher ist eine Standardisierung der analysierten Informationen erforderlich, um Vergleiche und Statistiken über mehrere Untersuchungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse könnten genutzt werden, um Lebens- und Futtermittel, Kontaminationen und Akteure in der Lebensmittelkette mit einem höheren Risiko für Zwischenfälle zu identifizieren. Voraussetzung dafür ist ein geeignetes und benutzerfreundliches Klassifizierungssystem für die Hauptdatenelemente zur Rückverfolgung. Rückverfolgungsaktivitäten verfolgen Lebens- oder Futtermittel entlang der Lieferkette von der Primärproduktion über die Verarbeitung bis zum Verbraucher. Klassifizierungssysteme für Lebens- und Futtermittel (FoodEx2-System) sind nur für bestimmte Schritte in der Lieferkette konzipiert und daher nicht immer auf die gesamte Kette anwendbar. Mit Hilfe von Facetten können einige Verbindungen zwischen den einzelnen Schritten der Lieferkette hergestellt werden, aber das System kommt bei komplexen Lebensmitteln an seine Grenzen. Um Empfehlungen für die Aufnahme von Rückverfolgungsinformationen in FoodEx2 zu geben, führen wir eine Literatur- und Websuche zu Klassifizierungssystemen für Rückverfolgung durch, die von Behörden, internationalen Organisationen und Unternehmen verwendet werden. Aus diesen Empfehlungen wird ein Kodierungshandbuch abgeleitet. Parallel dazu wird in einer Machbarkeitsstudie geprüft, ob KI-Lösungen (RASNEX) zur Extraktion von Informationen aus RASFF-Meldungen, Follow-ups und Anhängen verwendet werden können. Der Schwerpunkt liegt hier auf Adressinformationen im korrekten Datenformat und in der korrekten Klassifizierung, könnte aber z. B. auf Produktinformationen erweitert werden. Die Projektergebnisse werden mit Mitgliedstaaten erörtert und in bestehende Rückverfolgungstools implementiert.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Forschung zur Sicherheit nationaler und internationaler Warenketten / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Epidemiologie, Zoonosen und Antibiotikaresistenz (43)
Kontaktpersonen: Dr. Marion Gottschald, Marc Lorenzen, Dr. Katja Alt, PDkurz fürPrivatdozent Dr. Bernd-Alois Tenhagen
Beteiligte BfR-Partner: Biologische Sicherheit, Sicherheit in der Nahrungskette
Externe Partner: Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/AMU/2020/02-SA07