Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Kleine Fische und Ernährungssicherheit: Auf dem Weg zur innovativen Integration von Fisch in afrikanischen Nahrungssystemen zur Verbesserung der Ernährung

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Sep 2018
Projektende
Aug 2022
Kurztitel
SmallFishFood
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Projekt beschäftigte sich mit der Verbesserung entlang der Warenketten von verarbeiteten kleinen Fischarten aus der Fangfischerei in Ghana, Uganda und Kenia. Ziele waren die • Identifizierung und Quantifizierung der aktuellen Produktion und Verteilung von kleinen Fischarten als Nahrung und Futtermittel; • Beschreibung der Ernte-, Vermarktungs- und Nutzungsmuster von kleinen Fischen und wie diese Lebensmittelressource zur Ernährungssicherung in diesen Ländern beitragen; • Verbesserung der Produktionsprozesse, um höhere Qualität und Sicherheit sowie längere Haltbarkeit zu erreichen (Bericht BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung); und • Kommunikation der Verbesserungen entlang der Warenketten.

Ergebnis

Proben von verschieden verarbeiteten kleinen Fischarten aus Ghana und Kenia wurden auf ihre Nährstoffgehalte, die mikrobiologische Qualität und auf chemische Kontaminanten analysiert. Die meisten verarbeiteten Fischarten enthielten eine signifikante Menge an Vitaminen, Mineralien und essentiellen Fettsäuren. Fischproben wiesen erhöhte Werte für Umweltkontaminanten auf. Des Weiteren wurden erhöhte Gesamtkeimzahl sowie E. coli, coliforme Bakterien und Shigatoxin bildende E. coli (STECkurz fürShigatoxin-bildende E. coli) nachgewiesen. Geräucherte Produkte wiesen erhöhte Konzentrationen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. Zukünftige Forschung ist erforderlich, um potenzielle Kontaminationsquellen entlang der Wertschöpfungsketten zu ermitteln, kritische Punkte zu identifizieren und anwendbare Verbesserungsstrategien zu entwickeln, um die Qualität und Sicherheit kleiner verarbeiteter Fische in Ghana und Kenia zu verbessern.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Expositionsabschätzung und Bewertung biologischer Risiken / Forschung zur Sicherheit nationaler und internationaler Warenketten / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Tierhaltung und Versuchstierkunde (95)
Kontaktpersonen: Dr. Johannes Pucher
Externe Partner: Kenya Marine and Fisheries Research Institute, Universität Bergen, Institute of Marine Research

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Finanzierung durch BLE Förderkennzeichen: 2817LEAP06