Kategorie Forschungsprojekt
  • Analytik

Integration von Ergebnissen neuartiger Methodiken in Risikobewertungen von Chemikalien: Fallstudien zur Adressierung nanospezifischer Besonderheiten. - LOT 3: Methodologische und generische Fallstudien

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Apr 2023
Projektende
Mar 2027
Kurztitel
NAMS4NANO LOT3
Abteilung
Chemikalien- und Produktsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Neuartige Ansätze (englisch New Approach Methodologies, NAMs), die allgemein in silico, in chemico und in vitro Methoden umfassen können, inklusive neuartiger Tools wie "Hochdurchsatz-Screenings" und "High Content Methoden" wie beispielsweise die verschiedenen Omics Techniken, weisen großes Potential auf, die Risikobewertung von Chemikalien zu verbessern. NAMs erlauben einen höheren Durchsatz, verwenden human-relevante Modelle und ermöglichen wichtige Einblicke in die zu Grunde liegenden Toxizitätsmechanismen. Die regulatorische Implementierung von NAMs bleibt allerdings herausfordernd, insbesondere für komplexere toxikologische Endpunkte. Größere Schwierigkeiten liegen in der fehlenden Standardisierung der Methoden, der Berichtsvorlagen und der Dateninterpretation. Dieses Projekt verfolgt das Ziel die Bewertung gesundheitlicher Risiken von Nanomaterialien (NM) in Lebensmittel- und Futtermittelanwendungen durch die Implementierung von NAMs zu verbessern. Der Einsatz von NAMs für NM ist insbesondere vielversprechend, da NM in zahlreichen Varianten hergestellt werden können. Die partikuläre Natur führt jedoch zu zusätzlichen Herausforderungen, die adäquat adressiert werden müssen. Dieses Projekt (Lot 3) führt fünf methodologische Fallstudien durch. Die Fallstudien adressieren Fragestellungen wie - die Entwicklung von integrierten Test- und Bewertungsstrategien: - für Nanocarrier (Fallstudie 1), - für Nanofasern wie beispielsweise Nanocellulose (Fallstudie 2), - die Berücksichtigung von Partikelalterung und anderen -transformationen in in vitro Untersuchungen (Fallstudie 3), - die Nutzung von Krankheitsmodellen zu besseren Abdeckung vulnerablerer Gruppen (Fallstudie 4) sowie - die Verwendung einfacher in vivo Modelle wie beispielsweise C. elegans oder Zebrafisch zur Generierung humanrelevanter Daten (Fallstudie 5). Es besteht eine enge Verbindung zu den Risikobewertungsfallstudien in Lot 2 sowie zur übergeordneten Arbeit in Lot 1.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Nanotechnologie: Nachweis, Toxikologie, Risikobewertung und Risikowahrnehmung

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Faser- und Nanotoxikologie (76)
Kontaktpersonen: PDkurz fürPrivatdozent Dr. Andrea Haase
Beteiligte BfR-Partner: Sicherheit von Pestiziden, Lebensmittelsicherheit, Sicherheit in der Nahrungskette, ExpositionExpositionZum Glossareintrag, Chemikalien- und Produktsicherheit
Externe Partner: Italian National Institute of Health, National Institute For Public Health and The Environment, Wageningen University & Research, French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety , Sciensano, Luxembourg Institute of Science and Technology, European Commission’s Joint Research Centre

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/MESE/2022/01