Kategorie Forschungsprojekt
  • Analytik

Innovative Materialien mit hohem Aspektverhältnis und Mehrkomponentenmaterialien: Intelligente Teststrategien und Safe-by-Design

Projektstatus
Im Abschlussverfahren
Projektstart
Jan 2021
Projektende
Jan 2025
Kurztitel
HARMLESS
Abteilung
Chemikalien- und Produktsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

In der Nanosicherheitsforschung der letzten Jahrzehnte wurden große Anstrengungen zur Entwicklung von Test- und Bewertungsstrategien zur Risikobewertung von Nanomaterialien unternommen, wobei der Fokus auf eher einfachen Nanomaterialien lag. Die schnelle Entwicklung von Nanomaterialien der nächsten Generation, z. B. solchen aus mehreren chemischen Substanzen (Mehrkomponenten Nanomaterialien), verlangt nach kontinuierlichen Anpassungen um den aktuellen Entwicklungsstand adäquat zu berücksichtigen. Komplexe, Mehrkomponenten- Nanomaterialien (MCNM) und Nanomaterialien mit hohem Aspektverhältnis (HARN) zeigen Unterschiede, z.B. im Hinblick auf Fragmentierung, Freisetzung der einzelnen Komponenten, welche zudem eine unterschiedliche toxikologische Wirkung aufweisen können. HARMLESS entwickelt umfassende intelligente Untersuchungs-, Bewertungs- und Safe-by-Design- Strategien für MCNM und HARNs basierend auf der Integration einer Toolbox aus sogenannten "New Approach Methodologies (NAMs)", welche die Wirkungsweise dieser Materialien berücksichtigen. Um die spätere Anwendung zu erleichtern, entwickelt HARMLESS zudem ein Nutzer-freundliches System zur Entscheidungsfindung (decision support system) und verifiziert seine Herangehensweise in industriellen Fallstudien. Dazu werden am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung toxikologischen Prüfung ausgewählter Materialien durchgeführt, sowie proteomische Untersuchungen zur Wirkweise.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Nanotechnologie: Nachweis, Toxikologie, Risikobewertung und Risikowahrnehmung

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Faser- und Nanotoxikologie (76)
Externe Partner: Helmholtz Zentrum München – Deutsches Zentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Karolinska-Institut, The Netherlands Organization for Applied Scientific Research, The National Research Centre For The Working Environment, BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH, IDEAconsult Ltd., BASF SE, Nouryon Pulp and Performance Chemicals AB, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Swansea University, French Alternative Energies and Atomic Energy Commission, Universität Danzig, Spanish National Research Council, Technische Universität Dänemark, Temas Solutions GmbH, Misvik Biology Ltd, Universität Lund, European Research Services GmbH

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 953183