Osteoporotische Knochenveränderungen führen bei den betroffenen Patient*innen zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bis hin zur Immobilität. Ein aktueller Schwerpunkt der Osteoporoseforschung ist das bessere Verständnis der (Patho)physiologie des Knochens. Darauf aufbauend fokussiert die angewandte translationale Forschung auf die Entwicklung innovativer Therapien. Während die dabei überwiegend genutzten Tiermodelle, aufgrund spezies-spezifische Unterschiede zwischen Mensch und Tier i) die Vergleichbarkeit patho/physiologischer Prozesse reduzieren, und ii) die Testung neuer zielgerichteter therapeutischer Strategien erschweren, können
in vitro Ansätze in der Regel nur bedingt Aspekte der komplexen Knochenphysiologie abbilden. Vor diesem Hintergrund möchten wir mit “InViTOP” eine systematische Abfolge an
in vitro Alternativmethoden, eine
in vitro Testbatterie, entwickeln. Diese soll in der Lage sein, Endpunkte der Osteoporose mit definierten Effektgrößen zu quantifizieren. Unser erstes Ziel dabei ist, die Durchführung von Experimenten zur Knochenpathophysiologie zu erleichtern und experimentelle Ansätze vor der Durchführung eines Tierversuchs zu prüfen. Unser zweites Ziel ist es, dass die Testbatterie den
FDAkurz fürLebensmittel- und Arzneimittelbehörde der USA/EMA-Anforderungen bezüglich der nichtklinischen Bewertung von Arzneimitteln zur Behandlung der Osteoporose im Tier-Modell vollumfänglich entspricht. Wenn dies gelingt, wird die angewandte Forschung im Sinne der Wirksamkeitsprüfung unterstützt, und es entsteht somit eine starke Alternativmethode zum Tierversuch. Im Detail werden wir im Rahmen des Projektes in einem mehrstufigen Prozess anhand von 2D- und 3D-Modellen Auswahl an
in vitro Methoden in einer Weise kombinieren, dass eine standardisierte und validierte Verfahrensanweisung mit definierten Effektgrößen und Referenzwerten und eine dazugehörige
in vitro Testbatterie für die nichtklinische Bewertung von Arzneimitteln zur Behandlung der Osteoporose als Produkt dieser Entwicklung entsteht.