Das
Centre of Excellence (CoE) wurde eingerichtet, um den Impuls für eine auf innovativen Wissenschaften basierende Entwicklung des Lebensmittelsektors zu geben. Dies sollte durch die Anwendung moderner Technologien erreicht werden, um die traditionellen Lebensmittelproduktionsprozesse an neue Trends anzupassen und gleichzeitig die Authentizität der Produkte und die traditionellen Merkmale zu erhalten, sowie durch die Einbeziehung und Vernetzung einer großen Anzahl verschiedener Interessengruppen. FoodHub sollte dadurch die vorhandenen Stärken der montenegrinischen Lebensmittelproduktion stärken und aufwerten und gleichzeitig die Entwicklung des Lebensmittelsektors in Montenegro durch Produktionsinnovationen, Wissens- und Technologietransfer unterstützen und damit die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Die Ziele des Projektes konnten einerseits durch einen umfangreichen Erfahrungs- und Wissensaustausch während der Projektlaufzeit erreicht werden. Dieser erfolgte durch die Durchführung verschiedener Veranstaltungen in Form von Konferenzen, Seminaren und Workshops, welche sowohl online als auch vor Ort in Montenegro bei der UDG oder im
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung stattfanden. Andererseits wurden verschiedene Projekte mit den montenegrinischen Partnern durchgeführt.
Im Projekt "Digital Technologies for Food Safety Decision Support (FoodDecide)" stand die Entwicklung von Softwarelösungen für die datengestützte Entscheidungsfindung in montenegrinischen Lebensmittelunternehmen und Behörden, die einerseits die Lebensmittelsicherheit erhöhen und andererseits die Ermittlungen im Falle eines lebensmittelbedingten Krankheitsausbruchs beschleunigen, im Vordergrund. Das Projekt zielte insbesondere auf die a) Weiterentwicklung der bereits bestehenden Softwaretechnologien, Algorithmen und Informationsaustauschkonzepte des
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und der KLU, so dass diese an die montenegrinischen Bedürfnisse angepasst und in der montenegrinischen Praxis getestet werden konnten. b) Unterstützung der bestehenden Open-Source-Softwareprojekte wie PMM-Lab und FSK-Lab (https://foodrisklabs.bfr.bund.de/foodrisk-labs/). c) die Einrichtung effizienter Datenaustauschformate, um eine Verbindung zwischen bestehenden IT- oder Laborsystemen und den neu zu entwickelnden benutzerfreundlichen Softwaretools zur Entscheidungsunterstützung zu ermöglichen. Das Projekt wurde im Mai 2024 erfolgreich abgeschlossen und stellt eine besonders nachhaltige Form der Wissens- und Technologievermittlung dar.
Im Anschluss gelang eine Einbindung der UDG in die RAKIP-Initiative. Die RAKIP-Initiative (Risk Assessment Knowledge Integration Platform) ist ein Verbund von Behörden und Universitäten, die gemeinsam Ressourcen entwickeln, um einen effizienten Austausch von Risikobewertungsmodellen und -daten zu ermöglichen. Dies ist von großer Bedeutung, da die Weitergabe und Wiederverwendung von vorhandenem Wissen zur Risikobewertung, das von verschiedenen Arten von Daten über Vorhersagemodelle bis hin zum Code für Risikobewertungsmodelle reicht, immer noch einen großen Engpass im Bereich der Risikobewertung darstellen. Ein harmonisiertes Austauschformat für Modelle und Daten, das so genannte FAIR Scientific Knowledge Exchange (FSKX)-Format, steht daher im Mittelpunkt der RAKIP-Strategie. Um die Nutzung von FSKX in verschiedenen Risikobewertungsbereichen zu fördern, hat die RAKIP-Initiative eine Reihe von Software-Tools entwickelt, die die Erzeugung, Ausführung und sogar das Verknüpfen von FSKX-Dateien unterstützen. Außerdem wurde ein webbasiertes Repository für FSKX-Modelle und -Daten entwickelt, das sogenannte „RAKIP-Web Repository“. Auf Initiative des
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist UDG seit Sommer 2024 an der RAKIP-Initiative beteiligt, die voraussichtlich ihre Arbeiten im Oktober 2025 beendet. Die Teilnahme an diesem Projekt ermöglicht UDG die bestehenden Kenntnisse auf dem Gebiet der Risikobewertung zu vertiefen und sich gleichzeitig aktiv an der Entwicklung spezifischer Risikobewertungsressourcen zu beteiligen.