Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Exzellenzzentrum für die Digitalisierung der mikrobiologischen Risikobewertung von Lebensmitteln und von Qualitätsparametern für eine korrekte Zertifizierung der Lebensmittelauthentizität

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Jan 2020
Projektende
Jun 2024
Kurztitel
FoodHub Montenegro
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Centre of Excellence (CoE) wird eingerichtet, um den Impuls für eine auf innovativen Wissenschaften basierende Entwicklung des Lebensmittelsektors zu geben. Erreicht werden soll dies durch die Anwendung moderner Technologien, um die traditionellen Lebensmittelproduktionsprozesse an neue Trends anzupassen und gleichzeitig die Authentizität der Produkte und die traditionellen Merkmale zu erhalten, sowie durch die Einbeziehung und Vernetzung einer großen Anzahl verschiedener Interessengruppen. Ziel ist, die Entwicklung des Lebensmittelsektors in Montenegro durch Produktionsinnovationen, Wissens- und Technologietransfer zu unterstützen und damit eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. Ein Konsortium von zwölf Institutionen unter der Leitung der Universität Donja Gorica wird das Exzellenzzentrum für die Digitalisierung der Risikobewertung mikrobieller Lebensmittelsicherheit und von Qualitätsparametern für die genaue Zertifizierung der Authentizität von Lebensmitteln (FoodHub) bilden. FoodHub soll: • die Entwicklung der Risikobewertung im Bereich der Lebensmittelsicherheit vorantreiben, • die notwendigen Kapazitäten hierfür aufbauen und • die Risikobewertung zu einer starken Säule für den Gesundheitsschutz der gesamten Bevölkerung machen sowie • eine nachhaltige Lebensmittelproduktion in Montenegro auf der Grundlage einheimischer Ressourcen und neuer Technologien fördern. Das übergeordnete Ziel des CoE ist es, zuverlässige und wissenschaftlich fundierte Lösungen für die Identifizierung von Gefahren und die Beseitigung von Risiken im Bereich der Lebensmittelproduktion zu entwickeln. Dazu zählen neben Labor- und Genanalysen auch geeignete Software für die interaktive Analyse von Lebensmittelketten. Die Software soll die Analyse von Kreuzkontaminationen, geographischen Beziehungen, Clustering und Rückverfolgung unterstützen. Darüber hinaus sollen die Qualität und Sicherheit der Lebensmittelproduktion verbessert und geeignete Standards definiert

Ergebnis

Das Centre of Excellence (CoE) wurde eingerichtet, um den Impuls für eine auf innovativen Wissenschaften basierende Entwicklung des Lebensmittelsektors zu geben. Dies sollte durch die Anwendung moderner Technologien erreicht werden, um die traditionellen Lebensmittelproduktionsprozesse an neue Trends anzupassen und gleichzeitig die Authentizität der Produkte und die traditionellen Merkmale zu erhalten, sowie durch die Einbeziehung und Vernetzung einer großen Anzahl verschiedener Interessengruppen. FoodHub sollte dadurch die vorhandenen Stärken der montenegrinischen Lebensmittelproduktion stärken und aufwerten und gleichzeitig die Entwicklung des Lebensmittelsektors in Montenegro durch Produktionsinnovationen, Wissens- und Technologietransfer unterstützen und damit die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Die Ziele des Projektes konnten einerseits durch einen umfangreichen Erfahrungs- und Wissensaustausch während der Projektlaufzeit erreicht werden. Dieser erfolgte durch die Durchführung verschiedener Veranstaltungen in Form von Konferenzen, Seminaren und Workshops, welche sowohl online als auch vor Ort in Montenegro bei der UDG oder im BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung stattfanden. Andererseits wurden verschiedene Projekte mit den montenegrinischen Partnern durchgeführt.
Im Projekt "Digital Technologies for Food Safety Decision Support (FoodDecide)" stand die Entwicklung von Softwarelösungen für die datengestützte Entscheidungsfindung in montenegrinischen Lebensmittelunternehmen und Behörden, die einerseits die Lebensmittelsicherheit erhöhen und andererseits die Ermittlungen im Falle eines lebensmittelbedingten Krankheitsausbruchs beschleunigen, im Vordergrund. Das Projekt zielte insbesondere auf die a) Weiterentwicklung der bereits bestehenden Softwaretechnologien, Algorithmen und Informationsaustauschkonzepte des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung und der KLU, so dass diese an die montenegrinischen Bedürfnisse angepasst und in der montenegrinischen Praxis getestet werden konnten. b) Unterstützung der bestehenden Open-Source-Softwareprojekte wie PMM-Lab und FSK-Lab (https://foodrisklabs.bfr.bund.de/foodrisk-labs/). c) die Einrichtung effizienter Datenaustauschformate, um eine Verbindung zwischen bestehenden IT- oder Laborsystemen und den neu zu entwickelnden benutzerfreundlichen Softwaretools zur Entscheidungsunterstützung zu ermöglichen. Das Projekt wurde im Mai 2024 erfolgreich abgeschlossen und stellt eine besonders nachhaltige Form der Wissens- und Technologievermittlung dar.
Im Anschluss gelang eine Einbindung der UDG in die RAKIP-Initiative. Die RAKIP-Initiative (Risk Assessment Knowledge Integration Platform) ist ein Verbund von Behörden und Universitäten, die gemeinsam Ressourcen entwickeln, um einen effizienten Austausch von Risikobewertungsmodellen und -daten zu ermöglichen. Dies ist von großer Bedeutung, da die Weitergabe und Wiederverwendung von vorhandenem Wissen zur Risikobewertung, das von verschiedenen Arten von Daten über Vorhersagemodelle bis hin zum Code für Risikobewertungsmodelle reicht, immer noch einen großen Engpass im Bereich der Risikobewertung darstellen. Ein harmonisiertes Austauschformat für Modelle und Daten, das so genannte FAIR Scientific Knowledge Exchange (FSKX)-Format, steht daher im Mittelpunkt der RAKIP-Strategie. Um die Nutzung von FSKX in verschiedenen Risikobewertungsbereichen zu fördern, hat die RAKIP-Initiative eine Reihe von Software-Tools entwickelt, die die Erzeugung, Ausführung und sogar das Verknüpfen von FSKX-Dateien unterstützen. Außerdem wurde ein webbasiertes Repository für FSKX-Modelle und -Daten entwickelt, das sogenannte „RAKIP-Web Repository“. Auf Initiative des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist UDG seit Sommer 2024 an der RAKIP-Initiative beteiligt, die voraussichtlich ihre Arbeiten im Oktober 2025 beendet. Die Teilnahme an diesem Projekt ermöglicht UDG die bestehenden Kenntnisse auf dem Gebiet der Risikobewertung zu vertiefen und sich gleichzeitig aktiv an der Entwicklung spezifischer Risikobewertungsressourcen zu beteiligen.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Internationale Zusammenarbeit / Authentizitätsprüfung von Lebens- und Futtermitteln / Expositionsabschätzung und Bewertung biologischer Risiken

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Lebensmittelhygiene und -technologie, Warenketten und Produktschutz (41)
Kontaktpersonen: Dr. Anja Buschulte
Beteiligte BfR-Partner: Sicherheit in der Nahrungskette, Forschungsstrategie und -koordination
Externe Partner: University of Donja Gorica, University of Padua, University of Novi Sad, Jiaotong-Universität Shanghai, Institute for Public Health, Administration for Food Safety, Veterinary and Phytosanitary Affairs , Chamber of Economy of Montenegro, Fleka d. o. o., LLC Seljak

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Ministry of Science of Montenegro