Kategorie Forschungsprojekt
  • Toxikologie

Extension of the EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Pesticides Genotoxicity Database

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Jun 2022
Projektende
Sept 2024
Kurztitel
GenotoxDB
Abteilung
Sicherheit von Pestiziden

Beschreibung und Zielstellung

Die Ergebnisse des EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) Projekts zur Bewertung bestehender (Q)SAR-Modelle und Read-Across-Methoden zur Vorhersage der Genotoxizität von Pestiziden zeigten, dass in silico-Tools zur Vorhersage von Punktmutationen (Ames-Test) vergleichbar zuverlässig wie die experimentellen Tests sein können, wohingegen die Zuverlässigkeit der Vorhersagen für die anderen Endpunkte zu weit vom Optimum entfernt zu sein scheint, um für regulatorische Zwecke verwendet zu werden. Neben Genmutationen in Bakterien sind auch Tests auf Klastogenität/Aneugenität in Säugetierzellen (z. B. Chromosomenaberrations- und Mikrokerntests) gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings sind die Datenanforderungen für Metaboliten und Verunreinigungen weniger streng als für Wirkstoffe. Gemäß der Verordnung (EG) 283/2013 sind ergänzende Untersuchungen, soweit sie sich auf andere Stoffe als den Wirkstoff beziehen, nicht routinemäßig erforderlich. Daher bleiben In-silico-Instrumente eine wertvolle Alternative oder ein ergänzendes Instrument für die Bewertung des klastogenen/aneugenischen Potenzials von Chemikalien (außer dem Wirkstoff), müssen jedoch verbessert werden, damit sie routinemäßig bei der regulatorischen Risikobewertung eingesetzt werden können. Eines der Probleme ist die Verfügbarkeit und Qualität der Daten, die für die Entwicklung und Erprobung dieser Tools verwendet werden. Das aktuelle Projekt zielt darauf ab, i) die Genotoxizitätsdatenbank mit kuratierten experimentellen Daten für relevante Endpunkte mit besonderem Interesse am In-vitro-Mikronukleustest (MN) (OECD TG 487, 2016) zu erweitern und ii) auch vom BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung extrahierte Daten einzubeziehen bakterieller Rückmutationstest (Ames-Test, OECD TG 471) und; iii) Validierung der Datenbank unter Berücksichtigung der neuesten Änderungen im Versuchsprotokoll und der Bewertungskriterien der Ergebnisse.

Ergebnis

Im Jahr 2012 hat das EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)-Gremium für Pflanzenschutzmittel und ihre Rückstände auf die Notwendigkeit einer gut kuratierten Datenbank mit Genotoxizitätsdaten hingewiesen, um die zuverlässige Nutzung von In-silico-Methoden zur Vorhersage der Genotoxizität von Chemikalien in diesem Bereich zu unterstützen. Daraufhin hatte die EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine erste Datenbank zur Genotoxizität entwickelt, die Daten aus dem EU Peer Review von Pestiziden enthielt, um die Leistung bestehender Instrumente zur Vorhersage der Genotoxizität zu testen. Es wurde festgestellt, dass QSAR derzeit für Ames-Mutagenität gut funktioniert, aber nicht für andere Endpunkte. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung hat eine eigene eigene interne Datenbank mit kuratierten Genotoxizitätsdaten, die aus Originalstudienberichten extrahiert wurden. Diese konzentrierte sich zunächst auf Ames Daten und wurde im Rahmen des Projektes um In-vitro-Mikronukleus-Ergebnisse (MN) erweitert. Um die Erweiterung der EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)-Datenbank mit Ames- und In-vitro MN-Daten aus der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Datenbank zu erleichtern, wurde ein Workflow für die Migration der Daten der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Genotoxizitätsdatenbank in ein IUCLID-Format entwickelt und angewendet. Nach der Migration nach IUCLID gab es 349 Dateien für Ames und 183 für MN, eine für jeden Stoff pro Endpunkt. Im Zuge der der Datenmigration auf die IUCLID/OHT-Vorlage wurden mehrere Änderungen an der Struktur des OHT 70 (Genetische Toxizität in vitro) erkannt, die seine Nützlichkeit verbessern würden. Die Genotoxizitätsdatenbank des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung, verfügbar unter https://zenodo.org/communities/efsa-kj, stellt eine wertvolle Erweiterung dar und bietet zusätzliche Dosis-Wirkungs Informationen.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Moderne Methoden in der Toxikologie / Alternativmethoden zum Tierversuch / Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Toxikologie der Wirkstoffe und ihrer Metabolite (63)
Kontaktpersonen: Dr. Carsten Kneuer

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/AMU/2020/02-SA08

Publikationen

https://doi.org/10.2903/sp.efsa.2025.EN-9311