Kategorie Forschungsprojekt
  • Expositionsschätzung
  • Mikrobiologie

EU-FORA 2024/25: Qualitative Risikobewertung für Wildschweinfleisch im OneHealth Kontext

Projektstatus
Im Abschlussverfahren
Projektstart
Sept 2024
Projektende
Aug 2025
Kurztitel
EU FORA 2024/25-2
Abteilung
ExpositionExpositionZum Glossareintrag

Beschreibung und Zielstellung

Durchführung einer stringenten und graphisch verständlichen Risikobewertung des Risikos vom Verzehr von Wildschweinfleisch unter der Berücksichtigung von Unsicherheiten. Während die meisten qualitativen Risikobewertungen lediglich eine Zusammenstellung der aus der Literatur bekannten Fakten umfassen, also ein Review der Literatur darstellen, werden selten graphische Flußdiagramme abgebildet, die genaue Angaben zu den qualitativen Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Dieses soll hier exemplarisch für die Prozesskette Wildschweinfleisch dargestellt werden, um zu zeigen, dass gerade diese Form von Risikobewertung gut zur Kommunikation von Sachverhalten geeignet ist. Es soll ein Flußdiagramm mit einer genauen Beschreibung des Risikos an den einzelnen Punkten des Diagramms entwickelt werden. Wie bei der quantitativen Risikobewertung sollen die Unsicherheiten dargestellt werden. Da es für ein EU-FORA Projekt zu ehrgeizig ist, alle Risiken, die von Wildschweinfleisch ausgehen, aufzuzeigen, ist vorgesehen, exemplarisch mindestens je ein mikrobiologisches Risiko und chemisches Risiko (durch Kontaminanten) zu behandeln.

Ergebnis

Endergebnisse finden sich unter "Dateien"Der Schwerpunkt dieses EU-FORA-Stipendiums lag auf der Entwicklung einer qualitativen Risikobewertung mit Flussdiagramm als Mittel zur transparenten Kommunikation der Risikobewertung in jeder Phase, einschließlich der Angabe von Datenunsicherheit und -variabilität. Obwohl qualitative Risikobewertungen weit verbreitet sind, berücksichtigen sie nicht immer Unsicherheit und Variabilität und werden nicht immer in Szenarien dargestellt, um eine transparente Kommunikation zu gewährleisten. Als Fallstudien wurden ein mikrobieller Krankheitserreger und ein Schadstoff ausgewählt, da sie unterschiedliche Arten von Risiken veranschaulichen. Im Rahmen dieses Stipendiums wurde ein Flussdiagramm zur qualitativen Risikobewertung für Trichinella spp. und Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) für Verbraucher in Lettland und Deutschland entwickelt, die Wildschweinfleisch verzehren. Für jede potenzielle Gefahr wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Für das Flussdiagramm wurden die PrävalenzPrävalenzZum Glossareintrag und Konzentration jeder Gefahr auf der Grundlage der verfügbaren Literatur geschätzt. Darüber hinaus wurde das Flussdiagramm durch zusätzliche Knotenpunkte ergänzt, die das Risiko für den Verbraucher erhöhen oder verringern könnten. Am Ende wurden zwei verschiedene qualitative Flussdiagramme zur Risikobewertung entwickelt, von denen die Risikobewertung für Trichinella spp. auf zwei Konferenzen vorgestellt wurde. Die Ergebnisse zeigten auch für Trichinella, dass es aufgrund der Prävalenz des Parasiten und der Vorschriften Unterschiede im Risiko einer Trichinella-Infektion in Deutschland und Lettland gibt.   
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Internationale Zusammenarbeit / Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Epidemiologie, Statistik und Expositionsmodellierung (33)
Kontaktpersonen: PDkurz fürPrivatdozent Dr. Christine Müller-Graf
Beteiligte BfR-Partner: Internationale Angelegenheiten, Biologische Sicherheit
Externe Partner: Institute of Food Safety, Animal Health and Environment

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
EUBA/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/2023/ENREL/01-GA11