Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Erste Forschungsaktion für medizinische Gegenmaßnahmen im Rahmen des RESILIENCE FPA Konsortiums

Projektstatus
Laufend
Projektstart
Nov 2024
Projektende
Okt 2027
Kurztitel
RESILIENCE-R-2023
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Hauptziel des Projekts besteht in der Entwicklung und Erprobung neuartiger medizinischer Gegenmaßnahmen gegen chemische, biologische, radiologische und nukleare Bedrohungen. Dies soll durch die Optimierung bzw. Erweiterung vorhandener diagnostischer, präventiver und prophylaktischer Maßnahmen erreicht werden. Aufgrund der zunehmenden Resistenzentwicklung von Bakterien gewinnen antibiotikumunabhängige Maßnahmen zunehmend an Bedeutung, um eine Bekämpfung pathogener Bakterien weiterhin zu gewährleisten. Im Rahmen des Projekts wurde der Einsatz von Bakteriophagen als vielversprechend eingestuft. Dieser erstreckt sich nicht nur auf eine therapeutische Anwendung dieser spezifischen Bakterienviren, sondern auch auf die Verbesserung von Nachweis- und Isolierungstechniken. Dafür sollen die Phagen entweder als ganze Biomoleküle oder nur in Teilen, beispielsweise in Form spezifischer Proteine, zum Einsatz kommen. Von medizinischem Interesse ist hierbei insbesondere das lytische Potenzial der Phagen zur Biokontrolle von Bakterien bzw. die Isolierung spezifischer Proteine, die eine Bekämpfung der Bakterien unterstützen. Darüber hinaus sollen spezifische Rezeptorproteine gewonnen werden, die als Interaktionsstelle an Fängerpartikeln zur Verbesserung der Isolierung genutzt werden sollen. Bakteriophagen können zudem diagnostische Maßnahmen verbessern, da sie die Sensitivität und Spezifität von Nachweissystemen erhöhen. Durch die Entwicklung neuer Instrumente und Therapien soll der Zeitraum bis zur endgültigen Behandlung verkürzt und die Sterblichkeitsrate bei Infektionen mit hochpathogenen Erregern verringert werden. Diese Maßnahmen sollen jedoch nicht nur für spezifische Anwendungen, sondern auch breitenwirksam einsetzbar sein, beispielsweise zur Bekämpfung von multiresistenten Erregern („ESKAPEE“-Erregern). Im Zuge des Projekts soll die ausgewiesene Expertise des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung im Bereich der Phagenforschung als Schnittstelle für die Entwicklung neuer Methoden genutzt werden.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health) / Forschung zur Sicherheit nationaler und internationaler Warenketten / Internationale Zusammenarbeit

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Diagnostik, Erregercharakterisierung, Parasiten in Lebensmitteln (45)
Kontaktpersonen: Dr. Jens André Hammerl, Dr. Claudia Jäckel
Externe Partner: Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, microphoton x GmbH, Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, Invitris, Katholische Universität Leuven, Naturwissenschaftliche Universität Breslau

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant Agreement 101168024