Kategorie Forschungsprojekt
  • Expositionsschätzung
  • Toxikologie

EU-FORA 2021/2022: The use of NAM and omics data in risk assessment

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Sep 2021
Projektende
Aug 2022
Kurztitel
EU-FORA 2021-2022-4
Abteilung
Lebensmittelsicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Dieses EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)-Stipendiaten-Projekt ist eng an einen internationalen Workshop zu NAM und Omics-Technologien angelehnt, der im November 2021 am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung veranstaltet wird. Der Stipendiat wird Expertenwissen erwerben zum gegenwärtigen Stand der Integration von NAM und Omics-Technologien in der Risikobewertung, sowie zu technischen Limitationen und für die Implementierung der Technologien notwendigen weiteren Schritten. Basierend auf dem erworbenen Wissen und den Ergebnissen des Workshops wird der Stipendiat in enger Abstimmung mit BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Mitarbeitern an der Erstellung eines Workshop-Berichtes sowie an einem Positionspapier zur Nutzung von NAM und Omics-Techniken in der Risikobewertung mitarbeiten. Dieser Teil des Projekts wird begleitet von praktischem Training in verschiedenen aktuellen in vitro- und in silico-Methoden, sowie von Einblicken in aktuelle Risikobewertungsprozesse im Bereich der Sicherheit von Lebensmitteln und Pestiziden am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung. Zielsetzung ist die Verbesserung der Nutzung von NAM und Omics-Techniken in der Risikobewertung zur Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes.

Ergebnis

Der bisher bei der Risikobewertung überwiegend verwendete tierzentrierte Ansatz wurde in den letzten Jahren aufgrund einer Reihe von Mängeln in Bezug auf Leistung, Konsistenz, Übertragbarkeit der Ergebnisse, Nachhaltigkeit, Kosten und ethische Gründe in Frage gestellt. Alternativen zu Tierversuchen, die unter dem Begriff NAM (New approach methodologies) zusammengefasst werden, haben zwar das Potenzial, fundierte, kosteneffiziente, zeitnahe und zuverlässige Informationen zu liefern, aber ihre rechtliche Akzeptanz ist noch nicht gesichert. Die Hauptgründe dafür sind zumeist methodische Hindernisse, insbesondere bei der Behandlung komplexer Endpunkte wie der Toxizität bei wiederholter Verabreichung, die Frage der Übertragung des Konzepts der Schädlichkeit auf NAMs sowie Zweifel der Interessengruppen an der durch NAMs gewährleisteten chemischen Sicherheit. Mit dem Ziel, einen aktuellen Überblick über die wichtigsten konzeptionellen und methodischen Entwicklungen im Bereich der Toxikologie zu geben, wurden vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung am 15. und 17. November 2021 in Berlin ein Symposium und ein Workshop veranstaltet. Die Konferenz mit dem Titel "Challenges in Public Health Protection in the 21st Century: Jahrhundert: Neue Methoden, Omics und neuartige Konzepte in der Toxikologie" brachte hochrangige Wissenschaftler mit Vertretern aus der Industrie und den Aufsichtsbehörden zusammen. Die Organisation, das Tagesgeschäft und die Berichterstattung über die wichtigsten Ergebnisse der Veranstaltung in einem Positionspapier standen im Mittelpunkt des aktuellen EU-FORA-Arbeitsprogramms der EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit). Die Aufgaben im Zusammenhang mit der "Verwendung von NAMs und omics-Daten in der Risikobewertung" wurden unter der gemeinsamen Aufsicht der Referate "Prüf- und Bewertungsstrategien für Pestizide" und "Wirkungsbasierte Analytik und Toxikogenomik" des Bundesinstituts für Risikobewertung durchgeführt.
Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Internationale Zusammenarbeit / Moderne Methoden in der Toxikologie

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Zellbasierte Teststrategien und Toxikogenomik (74)
Kontaktpersonen: Prof. Dr. Albert Braeuning, Dr. Philip Marx-Stölting
Beteiligte BfR-Partner: Internationale Angelegenheiten

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit
GP/EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit)/ENCO/2020/04-GA13