Im gegenwärtigen Projekt soll der Wirkstoff Deferoxamine (DFO) als kostengünstige und sichere Alternative zu rekombinanten Signalproteinen eingesetzt und auf seine Effektivität hin geprüft werden, um Frakturheilungsstörungen zu behandeln. Wir möchten das zugelassene Medikament Desferal® (Novartis), das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als essentielles Medikament eingestuft wurde, auf seine im Kontext der Frakturheilung untersuchen. In einem nächsten Schritt sollen die Ergebnisse dieser Studie Grundlage für die klinische Applikation von DFO werden.
Das
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung beteiligt sich an dieser Studie als eines von zwei Laboren, in denen verschiedene Konzentrationen von DFO in der Zellkultur bezüglich ihrer Wirkung auf humane mesenchymale Stromazellen (Vorläuferzellen für Knochenbildende Osteoblasten) untersucht werden. Beide Labore werden ihre Protokolle harmonisieren, sowie auf die gleichen Verbrauchsmaterialien und Zellen zurückgreifen. Außerdem erhalten beide Labore die verschiedenen Verdünnungen des Wirkstoffes DFO verblindet. Anschliessend sollen die so erhobenen Daten von einem weiteren Kooperationspartner der Studie ausgewertet werden. So soll ermittelt werden, wie gut die Vergleichbarkeit von
in vitro Studien aus unterschiedlichen Laboren wirklich ist und ob ein derartiges Studiendesign Vorteile hat oder nicht. Zusätzlich werden Experimente im am
BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung entwickelten Bioreaktor (Knochen-Chip) durchgeführt. Ferner sollen die Daten aus den Laborversuchen mit denen aus dem Tierversuch verglichen werden um festzustellen wie gut die
in vitro Versuche Daten aus
in vivo Versuchen vorhersagen können und wo hier Daten aus dem Knochen-Chip hinsichtlich ihrer Prädiktivität eingeordnet werden können. Dies hat direkte Relevanz für die Arbeit der Abteilung 9 (Experimentelle Toxikologie und ZEBET) im Bereich der 3R (Reduce, Replace, Refine), da die Studie zeigen soll, dass durch besseres Studiendesign, sowie die Einbeziehung verlässlicher
in vitro Daten die Anzahl benö