Es wurden mehrere Publikationen erarbeitet. Es zeigte sich, dass die verfügbaren Daten nicht ausreichend sind, um die Rolle einer breiten Palette von Tierarten und von Umweltkompartimenten abzuschätzen. In einer ersten Studie analysierten wir Daten aus verschiedenen Studien in Deutschland und gruppierten ESBL-produzierende
E. colikurz fürEscherichia coli aus verschiedenen Quellen und menschlichen Fällen auf der Grundlage ihrer phänotypischen und genotypischen Merkmale (ESBL-Genotyp, phylogenetische Gruppe von
E. colikurz fürEscherichia coli und phänotypische antimikrobielle Resistenz) in Subtypen Muster). Anschließend wurde ein Quellenzuordnungsmodell entwickelt, um die menschlichen Fälle den betrachteten Quellen zuzuordnen. Die Quellen stammten von verschiedenen Tierarten (Rind, Schwein, Huhn, Hund und Pferd) und auch von Patienten mit nosokomialen Infektionen. Die menschlichen Isolate wurden aus Gemeinschaftsfällen gesammelt, die nachweislich mit ESBL-produzierenden
E. colikurz fürEscherichia coli besiedelt waren. Wir stellten fest, dass alle Quellen zu den Fällen beim Menschen beitrugen, dennoch waren Isolate aus nosokomialen Infektionen stärker mit denen aus Fällen beim Menschen verwandt als alle anderen Quellen. Wir identifizierten Subtypen, die nur bei den betrachteten Tierarten nachgewiesen wurden, und andere, die nur in der menschlichen Population beobachtet wurden. Einige Subtypen der menschlichen Fälle konnten keiner der Quellen dieser Studie zugeordnet werden und wurden einer unbekannten Quelle zugeordnet. Unsere Studie betont die Bedeutung der Übertragung von ESBL-produzierenden
E. colikurz fürEscherichia coli von Mensch zu Mensch und die unterschiedliche Rolle, die Haustiere, Nutztiere und Gesundheitseinrichtungen bei der Übertragung dieser resistenten Bakterien spielen können. Das entwickelte Quellenzuordnungsmodell kann weiterhin zur Überwachung zukünftiger Trends verwendet werden. Ein One-Health-Ansatz ist notwendig, um Quellenzuordnungsmodelle weiterzuentwickeln, um neben menschlichen und tierischen Daten auch Wildtier-, Umwelt- und Nahrungsquellen einzubeziehen.
In einer zweiten Publikation wurden die Schritte vorgestellt, die unternommen wurden, um eine Datenbank mit phänotypischen und genetischen Informationen zu 10.763 ESC-EC-Isolaten zusammenzustellen, die aus mehreren Quellen stammen, die von 13 Partnern in acht europäischen Ländern bereitgestellt wurden. Diese Datenbank stellt einen ersten Schritt dar, um bei der Bewertung unterschiedlicher geografischer und zeitlicher Trends und Übertragungsdynamiken bei Tieren und Menschen zu helfen. Die durchgeführte Arbeit beleuchtet Aspekte, die bei zukünftigen internationalen Bemühungen, wie der hier vorgestellten, berücksichtigt werden sollten.