Kategorie Forschungsprojekt
  • Mikrobiologie

Bedeutung von Quellen für Salmonella, Campylobacter, VTECkurz fürVerotoxin-bildende E. coli und Antibiotikaresistenzen

Projektstatus
Abgeschlossen
Projektstart
Jan 2020
Projektende
Dec 2022
Kurztitel
EJP DISCoVeR
Abteilung
Biologische Sicherheit

Beschreibung und Zielstellung

Das Projekt zielt darauf ab, in einem Netzwerk von Experten aus verschiedenen Disziplinen (Mikrobiologie, Bioinformatik, und Epidemiologie) und Sektoren (Veterinärmedizin, Lebensmittelsicherheit, Gesundheitswesen, Umweltgesundheit) verschiedene Methoden und Modelle zur Abschätzung der Bedeutung von Erregerreservoiren für die Infektion beim Menschen abzuschätzen. Am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung soll anhand von verfügbaren bzw. im Konsortium gesammelten Daten ein Modell zur Abschätzung der Bedeutung verschiedener Quellen für die ExpositionExpositionZum Glossareintrag des Verbrauchers mit ESBL-bildenden E.colikurz fürEscherichia coli entwickelt und publiziert werden.

Ergebnis

Es wurden mehrere Publikationen erarbeitet. Es zeigte sich, dass die verfügbaren Daten nicht ausreichend sind, um die Rolle einer breiten Palette von Tierarten und von Umweltkompartimenten abzuschätzen. In einer ersten Studie analysierten wir Daten aus verschiedenen Studien in Deutschland und gruppierten ESBL-produzierende E. colikurz fürEscherichia coli aus verschiedenen Quellen und menschlichen Fällen auf der Grundlage ihrer phänotypischen und genotypischen Merkmale (ESBL-Genotyp, phylogenetische Gruppe von E. colikurz fürEscherichia coli und phänotypische antimikrobielle Resistenz) in Subtypen Muster). Anschließend wurde ein Quellenzuordnungsmodell entwickelt, um die menschlichen Fälle den betrachteten Quellen zuzuordnen. Die Quellen stammten von verschiedenen Tierarten (Rind, Schwein, Huhn, Hund und Pferd) und auch von Patienten mit nosokomialen Infektionen. Die menschlichen Isolate wurden aus Gemeinschaftsfällen gesammelt, die nachweislich mit ESBL-produzierenden E. colikurz fürEscherichia coli besiedelt waren. Wir stellten fest, dass alle Quellen zu den Fällen beim Menschen beitrugen, dennoch waren Isolate aus nosokomialen Infektionen stärker mit denen aus Fällen beim Menschen verwandt als alle anderen Quellen. Wir identifizierten Subtypen, die nur bei den betrachteten Tierarten nachgewiesen wurden, und andere, die nur in der menschlichen Population beobachtet wurden. Einige Subtypen der menschlichen Fälle konnten keiner der Quellen dieser Studie zugeordnet werden und wurden einer unbekannten Quelle zugeordnet. Unsere Studie betont die Bedeutung der Übertragung von ESBL-produzierenden E. colikurz fürEscherichia coli von Mensch zu Mensch und die unterschiedliche Rolle, die Haustiere, Nutztiere und Gesundheitseinrichtungen bei der Übertragung dieser resistenten Bakterien spielen können. Das entwickelte Quellenzuordnungsmodell kann weiterhin zur Überwachung zukünftiger Trends verwendet werden. Ein One-Health-Ansatz ist notwendig, um Quellenzuordnungsmodelle weiterzuentwickeln, um neben menschlichen und tierischen Daten auch Wildtier-, Umwelt- und Nahrungsquellen einzubeziehen.
In einer zweiten Publikation wurden die Schritte vorgestellt, die unternommen wurden, um eine Datenbank mit phänotypischen und genetischen Informationen zu 10.763 ESC-EC-Isolaten zusammenzustellen, die aus mehreren Quellen stammen, die von 13 Partnern in acht europäischen Ländern bereitgestellt wurden. Diese Datenbank stellt einen ersten Schritt dar, um bei der Bewertung unterschiedlicher geografischer und zeitlicher Trends und Übertragungsdynamiken bei Tieren und Menschen zu helfen. Die durchgeführte Arbeit beleuchtet Aspekte, die bei zukünftigen internationalen Bemühungen, wie der hier vorgestellten, berücksichtigt werden sollten.

Projekttyp

Drittmittelprojekt

BFR-Forschungsschwerpunkt

Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt (One Health)

Organisationseinheiten und Partner

Federführende Fachgruppe: Epidemiologie, Zoonosen und Antibiotikaresistenz (43)
Kontaktpersonen: Dr. Guido Correia Carreira, Prof. Dr. Annemarie Käsbohrer, Sara Teixeira da Costa da Luz Perestrelo
Externe Partner: Technische Universität Dänemark, Statens Serum Institut, Swedish National Veterinary Institute, Norwegian Veterinary Institute, Norwegian Institute of Public Health, Italian National Institute of Health, National Veterinary Research Institute , Veterinary Research Institute, v. V. I., National Institute of Health Dr. Ricardo Jorge, National Institut for Agricultural and Veterinary Research, Portugal, National Institute For Public Health and The Environment, Wageningen Bioveterinary Research , Netherlands Centre for One Health, French Agency for Food, Environmental and Occupational Health & Safety , Irish agriculture and food development authority, Animal & Plant Health Agency, Public Health England, Centro de Vigilancia Sanitaria Veterinaria, Universidad Complutenes de Madrid

Mittelgeber und Förderkennzeichen

Europäische Union
Grant agreement 773830