Kategorie Presseinformationen
Nr. 22/2024

Von klein auf im Blick Wie die Risikobewertung die besonderen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigt, zeigt das neue „BfR2GO“-Wissenschaftsmagazin

Kinder sind ein spezieller Fall für die Risikobewertung – und Schwerpunktthema im neuen BfR2GO. Heranwachsende gehören wie auch ältere oder immungeschwächte Menschen zu den besonders gefährdeten Verbraucherinnen und Verbrauchern. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, sagt der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Andreas Hensel. „Ihr Organismus hat ganz eigene Bedürfnisse und besondere Empfindlichkeiten. Diese muss die gesundheitliche Risikobewertung berücksichtigen.“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am BfR erforschen, in welchen Mengen Kinder welchen Stoffen in Lebensmitteln, Produkten und Chemikalien ausgesetzt sind. Ihre Ergebnisse sind Teil der Risikobewertungen des BfR und damit Entscheidungsgrundlage für die Politik.

Externer Link:https://www.bfr.bund.de/de/publikation/
Externer Link:bfr2go__ausgabe_1_2024__schwerpunkt__kinder-316097.html

Da der Körper eines Kindes noch wachsen muss, können Organe und Gewebe empfindlicher auf unerwünschte Substanzen reagieren. „Kinder haben, bezogen auf ihr Körpergewicht, einen wesentlich höheren Energiebedarf als Erwachsene, bedingt durch Wachstum und Bewegungsdrang. Entsprechend müssen sie mehr Nahrung zu sich nehmen – und damit möglicherweise auch mehr problematische Stoffe“, sagt Professorin Tanja Schwerdtle, Vizepräsidentin des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung. Auch ihre Neugier kann Kinder gefährden, wenn sie Dinge wie Haushaltschemikalien oder Knopfzellen in den Mund nehmen und verschlucken. Mehr zu gesundheitlichen Risiken für die Jüngsten und neue Forschungsansätze gibt es im Interview mit Tanja Schwerdtle im neuen BfR2GO.

Neben dem Schwerpunktthema nimmt das neue Heft auch Nahrungsergänzungsmittel mit Melatonin in den Blick – ebenso wie gesundheitliche Risiken, die beim Haltbarmachen von Lebensmitteln, etwa aus dem eigenen Garten, entstehen können.

Der Artikel zur MEAL-Studie beschreibt, wie das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung 356 Lebensmittel und Gerichte zubereitet hat, um herauszufinden, wie viele unerwünschte Stoffe Menschen in Deutschland eigentlich durch die Nahrung aufnehmen. Dabei hat das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung 90 % des Speiseplans der Bevölkerung abgedeckt.

Den rückläufigen Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung beleuchtet das neue BfR2GO ebenso wie die Wege, die ein Pflanzenschutzmittel nehmen muss, bevor es in der Europäischen Union auf den Markt kommen kann. Dabei geht es auch um die aufwendige Genehmigung von Pflanzenmittelwirkstoffen.

Wie das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung bei der Begutachtung durch den Wissenschaftsrat abgeschnitten hat ist ebenso Thema im neuen BfR2GO wie Nanomaterialien in Pflege- und Beautyprodukten, die Regulierung bestimmter gesundheitsschädlicher Phthalate sowie tierversuchsfreie Methoden bei der Erforschung des Einflusses von Chemikalien auf die Schilddrüse. Damit liefert das aktuelle Wissenschaftsmagazin BfR2GO wie immer kompakt und bis zum Rand gefüllt mit Wissen aktuelle und fundierte Informationen über die Forschung und deren Bewertung im gesundheitlichen Verbraucherschutz sowie zum Schutz von Versuchstieren.

Jede BfR2GO-Ausgabe stellt ein Thema aus einem aktuellen Arbeitsbereich des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung in einem Schwerpunkt vor. Daneben gibt es Berichte, Interviews und Meldungen aus sämtlichen Arbeitsgebieten des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung. Das aktuelle Heft wartet auch mit einer Umfrage auf, die Leserinnen und Leser dazu einlädt, ihre Meinung zu BfR2GO abzugeben.

Das Magazin wird auf der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Webseite auf Deutsch und auf Englisch veröffentlicht und kann von dort kostenlos heruntergeladen oder zum darin Blättern direkt kostenlos bestellt werden. Wer BfR2GO dauerhaft beziehen möchte, kann sich für ein Gratis-Abonnement anmelden:

Externer Link:https://www.bfr.bund.de/de/wissenschaftsmagazin_bfr2go.html

Die Umfrage zum Magazin ist bis 30. September 2024 hier zu finden:

Externer Link:www.soscisurvey.de/BfR2GO/

 

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMELkurz fürBundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.