Kategorie Presseinformationen
Nr. 13/2026

Unsichtbare Welten: BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung berichtet zu Forschungsstand und Wahrnehmung von Mikroplastik im Zeiss-Großplanetarium Berlin

Darum geht es:

Allgegenwärtig und nahezu unsichtbar entsteht Mikroplastik unter anderem durch Reifenabrieb, sich zersetzende Plastikflaschen oder beim Waschen synthetischer Kleidung Doch wie messen wir, was wir nicht sehen können? Welche Herausforderungen sind damit verbunden? Und wie gut stimmt das Bild, das wir von Mikroplastik haben, mit dem Stand der Forschung überein? Diese Fragen beantwortet das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) am 18. April 2026 bei der Veranstaltung „Unsichtbare Welten: Vom Mikrokosmos zum Universum“ im Zeiss-Großplanetarium Berlin. „Moderne Messtechniken bieten zwar Möglichkeiten, Mikroplastik sichtbar zu machen – doch jede Methode stößt an ihre Grenzen“, sagt Dr. Holger Sieg, Leiter der Arbeitsgruppe Mikroplastik am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung. Nach dem derzeitigen Stand des Wissens ist es unwahrscheinlich, dass von Mikroplastik in Lebensmitteln gesundheitliche Risiken für die Menschen ausgehen. Es besteht aber Forschungsbedarf. „Die Herausforderung der Risikokommunikation besteht darin, wissenschaftliche Unsicherheiten transparent darzustellen, ohne zu verunsichern“, sagt Dr. Robin Janzik aus der Abteilung Risikokommunikation am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung.

Die Vorträge der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Forschenden zu Mikroplastik sind eingebettet in ein dreitägiges Veranstaltungsprogramm (16. - 18. April) am Zeiss-Großplanetarium in Berlin, genauer gesagt im Ortsteil Prenzlauer Berg, bei dem sich alles um das Mikroskop dreht. Über Workshops, Fulldome-Programme, Vorträge und Live-Performances wird eine Reise vom Mikrokosmos des Lebens bis in die unendlichen Weiten des Universums präsentiert.

Wie messen wir, was wir nicht sehen können?
In dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Vortrag „Vom Asteroiden zu Mikroplastik“ zeigt Holger Sieg, wie moderne Technologien helfen, die winzigen Plastikpartikel zu erfassen und zu analysieren. Meist sind Partikel in der Größe zwischen einem Mikrometer (das entspricht 0,001 Millimeter) und fünf Millimeter gemeint, wenn von Mikroplastik die Rede ist. Während wir die größeren Partikel noch mit dem bloßen Auge erkennen können, sind die meisten Mikroplastikpartikel für uns unsichtbar. Die Größe der Partikel entscheidet aber nicht nur darüber, ob wir sie sehen können, sondern auch was mit ihnen passiert, wenn sie einmal in unseren Körper gelangt sind. Nach dem Verschlucken erreichen Mikroplastikpartikel zwar den Darm, selbst kleinste Teilchen unter einem Millimeter sind jedoch zu groß, um biologische Barrieren zu überwinden und sich im Körper zu verteilen, müssen sie noch deutlich kleiner sein. Und je winziger die Partikel, desto schwieriger sind sie aufzuspüren.

Zwischen Forschung und öffentlicher Wahrnehmung

In dem 2. BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Vortrag beleuchtet Robin Janzik, wie Wissenschaft, Medien und öffentliche Wahrnehmung zusammenhängen – und welche Lücke oft zwischen wissenschaftlichem Kenntnisstand und gesellschaftlicher Wahrnehmung besteht. Während Wissenschaft, Politik, Medien und Bevölkerung intensiv über mögliche gesundheitliche Risiken diskutieren, stellt sich die Frage: Wie gut stimmt das, was wir über Mikroplastik und sein Verhalten zu glauben wissen, mit dem Stand der Forschung überein? Die öffentliche Wahrnehmung kann durch Medienbilder geprägt werden. Darstellungen wie „ein Plastiklöffel im Gehirn“ hinterlassen Eindrücke. Doch was steckt wissenschaftlich tatsächlich dahinter? Wie gut sind die Menschen über das Thema Mikroplastik informiert – und wie beeinflusst das ihre Besorgnis? Die Antworten auf diese Fragen sind entscheidend, wenn es darum geht, die Kommunikation über Mikroplastik zielgerichtet und verständlich zu gestalten.

Veranstaltungsdetails

Ort: Zeiss-Großplanetarium, Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin
Datum & Uhrzeit (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Beitrag): 18. April 2026 von 18:30-20:00 Uhr
Mehr erfahren: Externer Link:https://www.planetarium.berlin/veranstaltungen/vom-asteroiden-zu-mikroplastik

Die gesamte Veranstaltung findet vom 16.-18.04.2026 statt. 
Alle Beiträge zu "Unsichtbare Welten: Vom Mikrokosmos zum Universum" finden Sie hier: 
Externer Link:https://www.planetarium.berlin/veranstaltungen/unsichtbare-welten-2026

Weitere Informationen auf der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Website zum Mikroplastik

Über das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es schützt die Gesundheit der Menschen präventiv in den Tätigkeitsbereichen Public Health und Veterinary Public Health. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebens- und Futtermittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Unsichtbare Welten: Vom Mikrokosmos zum Universum

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