Darum geht es:
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) untersucht gemeinsam mit der Universität Jena die Nährstoffversorgung während Schwangerschaft und Stillzeit. Dafür gibt es in Berlin und Jena das Modul „Schwangerschaft und Stillzeit “ der COPLANT-Studie, für das aktuell Teilnehmerinnen gesucht werden. Zudem wird sich das COPLANT Studienzentrum der Universität Wien in Kürze auch an diesem Modul beteiligen. Insgesamt sollen bis Dezember 2027 rund 400 schwangere Frauen in die Studie aufgenommen werden. COPLANT ist die bislang umfassendste Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum. Der Fokus dieses Studienmoduls liegt auf der Erforschung verschiedener Ernährungsweisen während Schwangerschaft und Stillzeit. „Ob vegan, vegetarisch, pescetarisch oder Mischkost – die Ernährung ist heute vielfältiger denn je. Noch wissen wir wenig darüber, wie sich die pflanzenbetonten Ernährungsweisen von werdenden Müttern auf die Entwicklung ihrer Kinder auswirken“, sagt Professorin Dr. Cornelia Weikert, Leiterin der COPLANT-Studie am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung. Hierzu soll das Studienmodul „Schwangerschaft und Stillzeit“ neue Erkenntnisse liefern. Auch zu den gesundheitlichen Effekten fehlen der Wissenschaft bisher eindeutige Daten: „Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittelgruppen kann mit einem Mangel an Nährstoffen einhergehen“, erklärt Dr. Christine Dawczynski, Leiterin der COPLANT-Studie an der Universität Jena. „Unser Ziel ist es, kritische Nährstoffe für jede Ernährungsform in diesen sensiblen Lebensphasen zu identifizieren, um darauf aufbauend individuelle Empfehlungen abzuleiten, die eine bedarfsgerechte Zufuhr aller Nährstoffe ermöglichen.“
Ernähren Sie sich vegetarisch oder vegan? Verzehren Sie mindestens einmal im Monat Fisch und verzichten auf Fleisch oder Wurst und gehören folglich zu den Pescetariern? Oder essen Sie nahezu täglich Fleisch oder Wurst? Für die COPLANT-Studie suchen die Studienteams in Jena und Berlin Schwangere ab dem 3. Trimester, die seit mindestens einem Jahr vor Beginn der Schwangerschaft eine der genannten Ernährungsformen umgesetzt haben und aktuell umsetzen.
Was wird untersucht?
Das Untersuchungsprogramm besteht aus fünf Terminen während der ersten zwei Lebensjahre. Die Datenerhebung beginnt mit zwei Terminen innerhalb der Schwangerschaft (30.-35. Schwangerschaftswoche). Hier werden umfangreiche Daten der werdenden Mutter zu ihren Ernährungsgewohnheiten sowie zum Nährstoff- und Gesundheitsstatus erhoben. Zur Geburt wird die Plazenta gesammelt, um darin u. a. die Fettsäurenverteilung zu analysieren und Zusammenhänge zwischen der Versorgung der Mutter und ihrem ungeborenen Kind mit diesen wichtigen Nährstoffen herzustellen.
Folgeuntersuchungen sind um den 3./4. Lebensmonat des Kindes sowie zum 2. Geburtstag vorgesehen. Hier werden erneut Bioproben der Mutter gesammelt (Muttermilch, Blut, Urin, Stuhl) und umfangreiche Daten zu den Ernährungsgewohnheiten von Mutter und Kind erhoben. Zusätzlich ist die Sammlung einer Urinprobe und einer Stuhlprobe vom Kind geplant. Weitere Daten des Nachwuchses werden dem Kinderuntersuchungsheft entnommen. Um den ersten Geburtstag des Kindes werden außerdem per Online-Fragebogen Informationen zur Ernährung von Mutter und Kind, zum Gesundheitszustand sowie zur Entwicklung des Kindes erfasst.
Mitmachen!
Jede Teilnehmerin ist wichtig für den Erfolg der Studie. Denn je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Wer teilnimmt, leistet also einen wichtigen Beitrag für die Forschung auf dem Gebiet der pflanzenbasierten Ernährung. Zudem erhält man Informationen zum eigenen Gesundheitszustand und zur Gesundheit des Kindes. Weitere Informationen zur Teilnahme erhalten Sie unter www.coplant-studie.de/studienteilnahme/schwangere-und-stillende/.
Interessierte schwangere und stillende Frauen, die an der COPLANT-Studie teilnehmen möchten, können sich an eines der Studienzentren wenden:
Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Telefon: +49(0)30/184 12-550 11
E-Mail: coplant@bfr.bund.de
Studienzentrum des Instituts für Ernährungswissenschaften, Jena
Tel. 03641 / 949656
E-Mail: coplant@uni-jena.de
Weitere Informationen zur COPLANT-Studie
Informationen zur Teilnahme am Studienmodul „kids/family“:
Externer Link:https://www.coplant-studie.de/studienteilnahme/kids-and-family
Fragen und Antworten zur COPLANT-Studie:
Externer Link:https://www.coplant-studie.de/studienteilnahme/fragen-und-antworten
Über das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es schützt die Gesundheit der Menschen präventiv in den Tätigkeitsbereichen des Public Health und des Veterinary Public Health. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung berät die Bundesregierung und die Bundes-länder zu Fragen der Lebens- und Futtermittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.