Kategorie Presseinformationen
Nr. 15/2026

COPLANT-Studie begrüßt 3.000. Teilnehmerin in Heidelberg Nächster Meilenstein für die deutschlandweit größte Studie zu pflanzenbasierter Ernährung

Darum geht es:

Die COPLANT-Studie (COhort on PLANT-based diets) hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Schon 3.000 Menschen nehmen mittlerweile an der bisher größten Studie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum teil – Tendenz steigend. Die Studie wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung), dem Max Rubner-Institut (MRIkurz fürMax Rubner-Institut), sowie den Universitäten Jena, Bonn, Heidelberg, Regensburg und Wien durchgeführt. „Die hohe Teilnehmerzahl bezeugt das große Interesse an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu pflanzenbasierter Ernährung“, so Professorin Ina Danquah, Studienleiterin des COPLANT-Studienzentrums am Heidelberger Institut für Global Health (HIGH) der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. „Gemeinsam mit den Teilnehmenden schaffen wir die Grundlage für evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen, die Gesundheit, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen berücksichtigen.“ Auch Professorin Cornelia Weikert, Leiterin des Studienzentrums in Berlin am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung betont: „Die COPLANT-Studie ist ein zentraler Baustein, um bestehende Datenlücken zu schließen. Nur mit einer solchen Breitenwirkung können wir belastbare Aussagen zu den Vor- und Nachteilen verschiedener Ernährungsformen treffen.“

Ziel der Studie ist es, neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen veganer, vegetarischer, pescetarischer (vegetarisch mit Fisch) und omnivorer (tierische und pflanzliche Mischkost) Ernährungsweisen zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise zu entwickeln.

Was wird untersucht?

Die COPLANT-Studie erforscht unter anderem, wie sich die einzelnen Ernährungsweisen auf den Körperfettanteil, die Muskelmasse und die Knochengesundheit auswirken. Unterscheidet sich die Aufnahme von unerwünschten Stoffen bei pflanzenbasierten Ernährungsweisen von der einer Mischkost? Welche Vitamine und Mineralstoffe werden ausreichend aufgenommen und welche kommen möglicherweise zu kurz? Was passiert im Stoffwechsel, wenn vollständig auf tierische Lebensmittel verzichtet wird oder wenn mehr Milch- und Fleischersatzprodukte integriert werden? Außerdem möchten die Forschenden herausfinden, mit welchen ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen die Ernährungsweisen verbunden sind. In Heidelberg sind die Forschenden besonders daran interessiert, wie Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen pflanzenbasierte Ernährung umsetzen.

Datenerhebung per App

Die Ernährung wird von allen Teilnehmenden mit einer speziell für die Studie angepassten App dokumentiert. Anders als in bisherigen Studien kann hierbei auch der Verzehr von neuartigen veganen und vegetarischen Lebensmitteln umfassend ermittelt werden. Um die Nährstoffversorgung zu beurteilen, werden Biomarker in Blut und Urin untersucht. Es soll sich auch zeigen, ob die jeweilige Ernährungsweise mit einer unterschiedlichen Aufnahme von unerwünschten Stoffen wie etwa Schwermetallen oder Schimmelpilzgiften einhergeht. 

Die COPLANT-Studie sucht weiterhin interessierte Teilnehmende im Alter von 18 bis 69 Jahren. Auch Schwangere, Stillende und Familien mit Kindern können mitmachen und so einen wichtigen Beitrag für die Forschung auf dem Gebiet der pflanzenbasierten Ernährung leisten. Zudem erhalten sie Informationen zum eigenen Gesundheitszustand. Weitere Informationen zur Studienteilnahme sind unter Externer Link:https://www.coplant-studie.de/studienteilnahme/ verfügbar.

Kontakt für Rückfragen

Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin
Telefon: +49(0)30/184 12-550 11
E-Mail: Externer Link:coplant@bfr.bund.de

Studienzentrum am Heidelberger Institut für Global Health (HIGH)
Universität Heidelberg und Universitätsklinikum Heidelberg
Telefon: +49(0)228 731970
E-Mail: Externer Link:info-coplant@uni-heidelberg.de

Über das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Es schützt die Gesundheit der Menschen präventiv in den Tätigkeitsbereichen Public Health und Veterinary Public Health. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebens- und Futtermittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.