Infografik: Gefahr oder Risiko?

Gefahr oder Risiko? Das ist der Unterschied In unserer Alltagssprache kümmern wir uns wenig um die Bedeutung der beiden Begriffe oder nutzen sie synonym. Doch es gibt einen Unterschied für die wissenschaftliche Risikobewertung. Ob eine mögliche Gefahr mit einem Risiko verbunden ist, hängt vom „Ausgesetztsein“ (Exposition) ab: wie viel, wie lange, wie oft. Tabelle mit drei Spalten und vier Zeilen, Zweite Spalte: Gefahr - Beschreibt das Potenzial einer Sache, die Gesundheit zu schädigen (Gefährdungspotenzial). Dritte Spalte: Risiko - Beschreibt die Wahrscheinlichkeit, ob und wie schwer die Gesundheit durch eine Sache Schaden nimmt. In der zweiten Zeile geht es um den Tiger, in der Spalte Gefahr steht: potenziell gefährliches Raubtier (Icon eines Tigers), in der dritten Spalte: Risiko steht Gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten, wenn Tiger im Zoo (Icon von Tiger, welcher einem Mensch hinter Gitterstäben gegenübersteht). Dritte Zeile: Blausäure Cyanwasser stoff, in der zweiten Spalte zur Gefahr steht: giftige und leicht flüchtige Flüssigkeit, natürlicherweise in geringen Anteilen in Leinsamen, Maniok, bitteren Aprikosenkernen und Persipan enthalten (Icon einer Flasche mit Giftzeichen). Dritte Spalte Risiko: Gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten, bei max. 15 g Leinsamen auf einmal, max. 2 Bitteraprikosenkernen pro Tag, Maniok, der gewässert, gemahlen und getrocknet wurde, gesetzlich regulierten Blausäure- Gehalten in Persipan (Icon einer Waage). Vierte Zeile: Pflanzenschutzmittel Wirkstoff, zweite Spalte Gefahr: potenziell giftige Substanz (Icon einer Sprühflasche), dritte Spalte Risiko: Gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten, wenn Wirkstoff nach EU-Verordnung geprüft, bewertet und zugelassen wurde, gesundheitliche Richtwerte nicht überschritten werden, Wirkstoff bestimmungsgemäß angewendet wird (icon einer Gießkanne, welche Wasser auf Pflanzen gießt). Fazit: Die Dosis macht das Gift: Tiger, Blausäure und Pflanzenschutzmittel sind potenziell gefährlich. Wer aber nie ins Tigergehege steigt und Verzehrhinweise zu Leinsamen & Co. beachtet, für den sind gesundheitliche Schäden nicht zu erwarten. Das gilt ebenfalls für Pestizidrückstände in Lebensmitteln, da sie wissenschaftlich bewertet und gesetzlich reguliert werden.
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Gefahr oder Risiko? Das ist der Unterschied 

In unserer Alltagssprache kümmern wir uns wenig um die Bedeutung der beiden Begriffe oder nutzen sie synonym. Doch es gibt einen Unterschied für die wissenschaftliche Risikobewertung. Ob eine mögliche Gefahr mit einem Risiko verbunden ist, hängt vom „Ausgesetztsein“ (ExpositionExpositionZum Glossareintrag) ab: wie viel, wie lange, wie oft.

Gefahr oder Risiko?

 

Gefahr

Beschreibt das Potenzial einer Sache, die Gesundheit zu schädigen (Gefährdungspotenzial)

Risiko

Beschreibt die Wahrscheinlichkeit, ob und wie schwer die Gesundheit durch eine Sache Schaden nimmt

Tiger
  • potenziell gefährliches Raubtier (Icon eines Tigers)

Gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten, wenn

  • Tiger im Zoo (Icon eines Tigers, der einem Menschen hinter Gitterstäben gegenüber steht)
Blausäure Cyanwasserstoff
  • giftige und leicht flüchtige Flüssigkeit
  • natürlicherweise in geringen Anteilen in
    Leinsamen, Maniok, bitteren Aprikosenkernen und Persipan enthalten (Icon einer Flasche mit Giftzeichen)

Gesundheitliche Schäden
sind nicht zu erwarten, bei
 

  • max. 15 g Leinsamen auf einmal
  • max. 2 Bitteraprikosenkernen pro Tag
  • Maniok, der gewässert, gemahlen und getrocknet wurde
  • gesetzlich regulierten Blausäure-
    Gehalten in Persipan (Icon einer Waage)
Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff
  • potenziell giftige Substanz (Icon einer Sprühflasche)

Gesundheitliche Schäden
sind nicht zu erwarten, wenn
 

  • Wirkstoff nach EU-Verordnung geprüft, bewertet und zugelassen wurde
  • gesundheitliche Richtwerte nicht überschritten werden
  • Wirkstoff bestimmungsgemäß angewendet wird (Icon einer Gießkanne, welche Wasser über Pflanzen gießt)

Fazit: Die Dosis macht das Gift

Tiger, Blausäure und Pflanzenschutzmittel sind potenziell gefährlich. Wer aber nie ins Tigergehege steigt und Verzehrhinweise zu Leinsamen & Co. beachtet, für den sind gesundheitliche Schäden nicht zu erwarten. Das gilt ebenfalls für Pestizidrückstände in Lebensmitteln, da sie wissenschaftlich bewertet und gesetzlich reguliert werden.

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