ZooNotify: Daten zu Zoonose-Erregern und ihren Resistenzen für das Jahr 2024 online Interaktives Portal bündelt Daten des Zoonosen-Monitorings in Deutschland
Darum geht es:
Zoonosen – Infektionen, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können – stellen eine der größten Herausforderungen für den gesundheitlichen Verbraucherschutz dar. Die Infektionserreger werden dabei nicht nur durch direkten Kontakt, sondern häufig auch über kontaminierte Lebensmittel übertragen, was zu Erkrankungen beim Menschen führen kann. Jährlich werden in Deutschland tausende Proben von Lebens- und Futtermitteln sowie von Nutz- und Wildtieren im Rahmen des Zoonosen-Monitorings untersucht.
Auf dem interaktiven Online-Portal ZooNotify des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) wurden nun die Ergebnisdaten des Zoonosen-Monitorings für das Jahr 2024 veröffentlicht. Interessierte können über die Weboberfläche nach Erregern, Tier- und Nutzungsarten und Lebensmitteln suchen und erhalten Darstellungen zum Vorkommen der Erreger und ihren mikrobiologischen Eigenschaften. Auch die Antibiotikaresistenz von Bakterien aus Tieren und Lebensmitteln wird dargestellt. Die Daten und Grafiken können heruntergeladen und für eigene Auswertungen oder Präsentationen genutzt werden.
Im Jahr 2024 wurden z. B. frisches Hähnchen- und Putenfleisch aus dem Einzelhandel, aber auch verzehrfertige Blattsalate sowie Mehle und Sesamprodukte auf diverse Bakterienarten untersucht. Dazu zählen die Zoonoseerreger Salmonellen, Campylobacter spp., Listerien und Shigatoxin-bildende Escherichia coli (E. coli) und resistente Erreger wie Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSAkurz fürMethicillin-resistente Staphylococcus aureus) oder Cephalosporin-resistente E. coli. Die Bakterien wurden in den Bundesländern isoliert und im BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung charakterisiert sowie auf ihre Resistenz gegen Antibiotika getestet.
Das Datenportal ZooNotify ist im Jahr 2022 an den Start gegangen. Es bündelt Daten zu mehr als 55.000 Bakterienisolaten aus über 230.000 Proben und 15 Jahren Monitoring. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung macht die Informationen nach den FAIR-Prinzipien auffindbar (findable), verfügbar (accessible), interoperabel (interoperable) und wiederverwendbar (reusable). Es unterstützt somit Forschung und Risikobewertung sowie politische Entscheidungen im One-Health-Kontext und die Open-Data-Strategie der Bundesregierung und der EU.
Die Plattform ist zweisprachig (Deutsch/Englisch) und richtet sich an Wissenschaft, Behörden, Politik, Medien und die interessierte Öffentlichkeit. Weitere Informationen und Zugriff auf die Daten aus dem Jahr 2024 finden Sie unter Externer Link:https://zoonotify.bfr.berlin.
Kontakt: info@zoonotify.bfr.berlin
Die Berichterstattung zum Zoonosen-Monitoring erfolgt durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVLkurz fürBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit). Der vollständige Bericht für das Jahr 2024 ist auf der BVLkurz fürBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit-Website abrufbar: Externer Link:www.bvl.bund.de/ZoonosenMonitoring
Zoonosen-Monitoring: Hintergrund und Ziele
Das Zoonosen-Monitoring sammelt systematisch Daten über Infektionserreger, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können – auch über Lebensmittel. Im Fokus der Überwachung stehen insbesondere jene Zoonoseerreger, die ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung darstellen und über Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden können. Die Probenahme erfolgt auf allen Stufen der Lebensmittelkette – vom Tierstall über die Schlachtbetriebe und Lebensmittelhersteller bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Zusätzlich wird die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen kontinuierlich beobachtet, um sowohl die menschliche Gesundheit als auch eine verantwortungsvolle Tierhaltung zu schützen.
Weitere Informationen auf der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Website
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