Darum geht es:
Die Abteilung „Sicherheit von Pestiziden“ am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung) hat eine neue Leiterin: Dr. Vera Ritz folgt damit auf Dr. Tewes Tralau, der im März 2025 das Amt des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Vizepräsidenten antrat. Dr. Ritz ist Biologin mit Spezialisierung in Molekulargenetik, Pharmakologie und Toxikologie und seit dem Jahr 2006 am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung tätig. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung beschäftigt und hatte seit dem Jahr 2014 die damals neu gegründete Leitung der Fachgruppe „Steuerung und Gesamtbewertung Biozide“ inne. Seit dem Jahr 2019 war sie zudem bereits stellvertretende Abteilungsleiterin.
Zu den Kernaufgaben der Abteilung gehören der gesundheitliche Schutz und die Vermeidung möglicher schädlicher Auswirkungen von Pestiziden, d. h. von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln auf Mensch und Tier. Auf den erstellten gesundheitlichen Risikobewertungen zu den Wirkstoffen und formulierten Mitteln und Produkten basieren Regulierungen und Maßnahmen des Risikomanagements in nationalen, europäischen und weltweiten regulatorischen Zulassungs-, Genehmigungs- und Bewertungsverfahren.

Frau Dr. Ritz absolvierte ihre akademische Ausbildung in Kassel, Bonn und Göttingen. Nach Abschluss ihrer Promotion startete sie ihre berufliche Karriere bei einer Sequenzierungs- und DNA-Dienstleistungsfirma in Göttingen und London. Nach einer Station als Postdoc an der Universität Göttingen setzte sie ihre Karriere am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung fort.
Frau Ritz zeichnet eine langjährige Mitarbeit in nationalen und europäischen Gremien, in Arbeitsgruppen der europäischen Kommission und des europäischen Rats und in OECD-Arbeitsgruppen, die mit wissenschaftlichen und regulatorischen Fragestellungen rund um die Risikobewertung von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln befasst sind, aus. In der Gesellschaft für Toxikologie engagiert sie sich in den Arbeitskreisen regulatorische Toxikologie und endokrin wirksame Substanzen. Sie hat die Geschäftsführung der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Kommission „Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte“ inne und arbeitet in PARC (Partnership for the Assessment of Risks from Chemicals) und Forschungsprojekten der EFSAkurz fürEuropean Food Safety Authority (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) mit. Darüber hinaus engagiert sie sich in der Aus- und Weiterbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses: So ist sie als Kursleiterin in der Fachtoxikologie-Weiterbildung der Gesellschaft für Toxikologie tätig und als Dozentin an der TU Berlin und der Universität Potsdam.
Die Aufgabe der Abteilung umfasst die gesundheitliche Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Die Arbeit der Abteilung beinhaltet im Wesentlichen die Feststellung inhärent toxischer Eigenschaften von Pestiziden und deren Dosis-Wirkungsbeziehungen, die Einstufung und Kennzeichnung von Pestizid-Wirkstoffen und -Produkten sowie die Ableitung von toxikologischen Grenzwerten. Ferner werden Rückstandshöchstgehalte festgelegt. Außerdem werden analytische Überwachungsmethoden überprüft sowie regulatorische Prüf- und Bewertungsstrategien und technische Leitfäden neu- und weiterentwickelt.
Darüber hinaus erfolgt durch die Abteilung eine fachliche Beratung der Bundesregierung bei der nationalen und europäischen Rechtsetzung zu Pestizid-Wirkstoffen, zur Zulassung der Produkte und zu den Pflanzenschutzmittel- und Biozidanwendungen.
Weitere Informationen auf der BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung-Website zu Pestiziden
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