Kategorie Mitteilungen
Mitteilung Nr. 026/2026

Aus der Versuchstierhaltung „zur Adoption freigegeben“ 55. Seminar über Versuchstiere und Tierversuche am Bundesinstitut für Risikobewertung diskutiert alternative Wege im Umgang mit Labortieren

Darum geht es:

Labortiere können in einigen Fällen nach ihrem Leben in der Versuchstierhaltung an sachkundige Privathaushalte abgegeben werden. Ein Verbund aus verschiedenen Forschungseinrichtungen in Deutschland verfolgt das Ziel, eine bundesweite Online-Plattform aufzubauen, mit deren Hilfe die Vermittlung von Labortieren in Zukunft unterstützt werden soll. 

Die Initiative ist ein Thema beim 55. Seminar über Versuchstiere und Tierversuche am 19. und 20. Mai 2026 in Berlin (hybrid). Die seit vielen Jahren etablierte Reihe wird gemeinsam vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung), der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin (Fachbereich Veterinärmedizin) sowie dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik organisiert. Veranstalter ist die Gesellschaft für Versuchstierkunde.

Externer Link:Link zur Veranstaltung

Weitere Themen (Auszug):

Ein neuer Trend bei Tierversuchen besteht darin, die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung zu studieren. Hier haben sich in den vergangenen Jahren technische Möglichkeiten ergeben, die eine Beobachtung des tagtäglichen Verhaltens im „Heimatkäfig“ ermöglichen. Auf der Tagung werden Erkenntnisse einer EU-geförderten Initiative zur Beobachtung im Heimatkäfig der Versuchstiere vorgestellt. An dieser Initiative sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bf3R beteiligt. 

Mäuse sind die am häufigsten verwendeten Versuchstiere. Die meisten werden in einem sehr jungen Alter von 60 bis 90 Tagen getestet. Mäuse können aber durchaus älter werden und können dann unter bestimmten Voraussetzungen erneut in Versuchen eingesetzt werden. Dies hilft, die Zahl der insgesamt verwendeten Versuchstiere zu verringern. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die normalen, altersbedingten Erscheinungen von „geriatrischen“ Mäusen zu kennen und von krankheitsbedingten Auffälligkeiten unterscheiden zu können. Daher beschäftigt sich ein Workshop im Rahmen des Seminars mit altersbedingten Änderungen in Aussehen und Verhalten von Labormäusen.