Methylquecksilber

Methylquecksilber ist eine metallorganische Verbindung, die in der Natur von bestimmten Bakterien aus anorganischen Quecksilberverbindungen gebildet wird und sich vor allem über die marine Nahrungskette in Fischen und Meeresfrüchten anreichert. Beim Verzehr dieser Lebensmittel gelangt es auch in den menschlichen Körper.

Methylquecksilber kann unter anderem die neurologische Entwicklung stören. Dementsprechend sind ungeborene Kinder und Säuglinge für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Aufnahme von Methylquecksilber besonders empfindlich. Insbesondere schwangere und stillende Frauen sollten daher den Verzehr von Fischarten meiden, die besonders hohe Mengen Methylquecksilber enthalten. Mehr Informationen finden sich in einem Externer Link:Verbrauchertipp für Schwangere und Stillende des Bundesumweltministeriums.

Für die meisten Menschen ist bei üblichen Verzehrgewohnheiten von Fisch und Meeresfrüchten nicht mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Methylquecksilber zu rechnen. Im Gegenteil, diese Lebensmittel sind eine wertvolle Quelle für beispielsweise Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiße und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ein regelmäßiger Fischverzehr wird Studien zufolge mit einer Senkung des Risikos für verschiedene Erkrankungen, etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Bei Menschen, die viel Fisch und vor allem Fischarten mit hohen Methylquecksilber-Gehalten verzehren, kann der gesundheitliche Richtwert überschritten werden.

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