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Rechtliche Regelungen zu Mykotoxinen in Lebens- und Futtermitteln

Mykotoxine zählen zu den in Lebens- und Futtermitteln unerwünschten Substanzen. Grundsätzliche Forderung des Verbraucherschutzes ist es, das Vorkommen von Mykotoxinen in Lebens- und Futtermitteln und damit das gesundheitliche Risiko für Verbraucher als auch für Tiere zu minimieren.

Gesetzliche Höchstgehalte für Mykotoxine

Die Gesetzgebung legt maximal zulässige Höchstgehalte für Mykotoxine fest. Diese sind in der jeweils geltenden Fassung der Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 der Kommission von 19. Dezember 2006 zur Festsetzung der Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln und in der Richtlinie 2002/32/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 7. Mai 2002 über unerwünschte Stoffe in der Tierernährung fixiert.

Im Bereich der Lebensmittel liegen für folgende Mykotoxine Höchstgehalte vor:

  • Aflatoxin B1, Aflatoxin B2, Aflatoxin G1, Aflatoxin G2
  • Ochratoxin A
  • Patulin
  • Deoxynivalenol
  • Zearalenon
  • Fumonisin B1, Fumonisin B2
  • Citrinin
  • Ergotalkaloide indirekt über Mutterkorn-Sklerotien

Im Bereich der Futtermittel liegen für folgende Mykotoxine Höchstgehalte vor:

  • Aflatoxin B1
  • Ergotalkaloide indirekt über Mutterkorn

Zusätzlich sind die Mykotoxine T-2-Toxin und HT-2-Toxin über die Empfehlung der Kommission vom 27. März 2013 über das Vorhandensein der Toxine T-2 und HT-2 in Getreiden und Getreideerzeugnissen (2013/165/EU) geregelt. Diese gibt Richtwerte für die Summe der Toxine vor, die sich sowohl auf den Bereich Lebens- als auch Futtermittel erstreckt.

Weiterhin existieren für Erzeugnisse, die zur Verfütterung an Tiere bestimmt sind, nach der Empfehlung der Kommission vom 17. August 2006 (2006/576/EG) Richtwerte für folgende Mykotoxine:

  • Deoxynivalenol
  • Zearalenon
  • Ochratroxin A
  • T-2- und HT-2-Toxin
  • Fumonisine

Zur Verringerung der Mykotoxinbelastung gilt - neben den Regelungen in Europa - in Deutschland zudem die Verordnung zur Begrenzung von Kontaminanten in Lebensmitteln (Kontaminanten-Verordnung - KmV) in ihrer jeweils geltenden Fassung.

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