Sie befinden sich hier:

One-Health-Ansatz bei G20: Die Zusammenarbeit der Public-Health- und der Veterinär-Public-Health-Institute wird fortgesetzt und erweitert

33/2017, 15.09.2017

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung, des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, des Friedrich-Loeffler-Instituts und des Robert Koch-Instituts

Die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt ist eng miteinander verknüpft. Sektorenübergreifende Probleme wie Antibiotikaresistenzen oder bisher unbekannte Erreger können nur gemeistert werden, wenn Human- und Veterinärmedizin sowie Umweltexperten kooperieren und ihre Erkenntnisse zusammenführen. Dieses One-Health-Konzept hat in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erfahren. Beim erstmaligen Treffen der nationalen Public-Health- und der Veterinär-Public-Health-Einrichtungen der G20-Staaten am 13. und 14.9.2017 in Berlin wurde deutlich, dass die Bewältigung globaler Herausforderungen nur gemeinsam möglich ist, weshalb beschlossen wurde, die Zusammenarbeit fortzuführen. Die nationalen Institute aus dem Bereich „Environmental Public Health“ sollen bei Bedarf einbezogen werden.

„Das G20-Treffen der Institutsvertreter ist ein wichtiger Fortschritt für den Gesundheitsschutz“, das betonen die Vertreter der vier Bundeseinrichtungen, Reiner Wittkowski vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Helmut Tschiersky vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Thomas C. Mettenleiter vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und Lothar H. Wieler vom Robert Koch-Institut (RKI), die mit den Leitern der Institute aus den G20-Staaten zusammentrafen.

Anlass für das Treffen der Public-Health- und der Veterinär-Public-Health-Institute war die Präsidentschaft Deutschlands bei G20, dem Forum der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer. Erstmals war die globale Gesundheit Thema bei G20, insbesondere die nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssysteme in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie der weltweite Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Im Mai 2017 trafen sich erstmals bei G20 auch die Gesundheitsminister.

Während das FLI Erreger und Risikofaktoren aus veterinärmedizinischer Sicht untersucht, erforscht das RKI die den Menschen krankmachenden Mechanismen und hat zum Beispiel eine Antibiotikaresistenz-Surveillance aufgebaut. Das BfR bewertet das gesundheitliche Risiko der Krankheitserreger, die gegen Antibiotika resistent sind und in Lebensmitteln vorkommen können. Das BVL ist Ansprechpartner für Aktivitäten im Zusammenhang mit Antibiotikaresistenzen bei tiermedizinisch bedeutsamen Erregern, unter anderem veröffentlicht es die Abgabemengen von Antibiotika in der Tiermedizin.

Nach dem Treffen bestand Einigkeit darüber, dass die gemeinsamen Aktivitäten zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen von großer Bedeutung sind und daher mit hoher Priorität weiter verfolgt werden.

Weitere Informationen: www.bfr.bund.de, www.bvl.bund.de, www.fli.de, www.rki.de

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

In diesem Jahr feiert das BfR sein 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat das BfR eine Jubiläumsbroschüre herausgegeben, die unter http://www.bfr.bund.de/de/publikation/broschueren-660.html kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann.

nach oben

  • Folgen Sie uns:
  • Logo Twitter
  • Logo YouTube
  • Logo Instagram