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Risiko auf einen Blick

10/2013, 19.04.2013

Das neue BfR-Risikoprofil fasst die Ergebnisse wissenschaftlicher Risikobewertungen grafisch zusammen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erstellt gesundheitliche Bewertungen für die Bereiche Lebensmittel, Verbraucherprodukte und Chemikalien. Diese wissenschaftlichen Stellungnahmen werden auf der BfR-Webseite zusammen mit einem allgemeinverständlichen Vorspann veröffentlicht. Als neuer Service werden die Ergebnisse der Stellungnahmen künftig grafisch im BfR-Risikoprofil zusammengefasst. „So können die Leser die betroffenen Verbrauchergruppen, die Schwere möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen, die Datengrundlage und die Kontrollierbarkeit des Risikos schnell und leicht erfassen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Das BfR-Risikoprofil erhöht die Transparenz der wissenschaftlichen Risikobewertung auch für den Nicht-Fachmann.“ Das Risikoprofil wurde heute auf dem gemeinsamen Symposium „Was bedroht unser Leben wirklich? Statistische Bewertung von Gesundheitsrisiken“ der Deutschen Gesellschaft für Statistik (DAGStat) und dem BfR vorgestellt.

Die übersichtliche Vermittlung einer wissenschaftlichen Bewertung steht beim BfR-Risikoprofil im Vordergrund. Die Leser können mit dem Risikoprofil schnell den Sachverhalt und die zentralen Merkmale des in der BfR-Stellungnahme bewerteten Risikos erkennen. Die Grafik ist als Tabelle aufgebaut, die folgende Merkmale beinhaltet: Betroffene Personengruppen, die Wahrscheinlichkeit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung bei Exposition, deren Schwere, die Aussagekraft der vorliegenden Daten und die Möglichkeit für Verbraucher, das Risiko - beispielsweise durch Verzicht oder sorgsamen Umgang - zu kontrollieren.

Das BfR-Risikoprofil bietet einen Mehrwert für alle Adressaten der Stellungnahmen des BfR. Die grafische Darstellung der Risikomerkmale erhöht die Transparenz der Risikobewertungen des BfR durch standardisierte Begrifflichkeiten und erleichtert das Verständnis. Eine Abbildung des Risikoprofils, die bereits mit dem Risikoprofil ausgestatteten Stellungnahmen sowie weitere Informationen sind auf der BfR-Homepage unter http://www.bfr.bund.de/de/bfr_risikoprofil-133347.html zu finden.

Das BfR-Risikoprofil wurde vom BfR in verschiedenen internen und externen Testphasen zusammen mit Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen entwickelt. Es schließt sich jetzt eine dreimonatige Evaluationsphase des BfR-Risikoprofils an, in der die Leserinnen und Leser ihre Anmerkungen unter risikoprofil@bfr.bund.de an das BfR senden können.

Das Risikoprofil ergänzt die BfR-Stellungnahmen und orientiert sich am BfR-Leitfaden für Gesundheitliche Bewertungen. Es wird künftig in allen dafür geeigneten Stellungnahmen enthalten sein, die das BfR im Internet veröffentlicht. Allerdings dient es nicht dazu, verschiedene Risiken mit einander zu vergleichen, und es sollte nur im Zusammenhang mit der dazu gehörigen Stellungnahme gelesen werden.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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