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Verfälschungen von Paprikapulver mit bleihaltigen Farbstoffen

06/1994, 10.10.1994

Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) rät Reisenden, die in den letzten Monaten in Ungarn - insbesondere auf Bauernmärkten oder im Direktverkauf vom Erzeuger - Paprikapulver erworben haben, auf den Verzehr zu verzichten

Die in Ungarn bekannt gewordenen Verfälschungen von Paprikapulver mit bleihaltigem Farbstoff sind von ungarischer Seite bestätigt worden.

Bei Aufnahme größerer Mengen und/oder bei häufigem Gebrauch von bleihaltigem Paprikapulver sind Vergiftungen möglich. Bei Vergiftungsverdacht sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht oder ein Giftinformationszentrum kontaktiert werden.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1994 hat das ungarische Ministerium für Industrie und Handel den Verkauf von Paprikapulver verboten und veranlaßt, daß im Handel befindliche Produkte zurückgezogen werden.

In Deutschland gekauftes Paprikapulver aus Ungarn ist von den Verfälschungen nicht betroffen, weil nach Zusicherung der zuständigen ungarischen Behörden die für den Export produzierenden Betriebe einer strengen staatlichen Kontrolle unterliegen. Für den Export von gemahlenem Gewürzpaprika besteht in Ungarn eine Ausfuhrgenehmigungs- und behördliche Prüfpflicht.

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