UFI-Code: Allgemeine Informationen

Darum geht es
Damit chemische Produkt eindeutig identifiziert werden können, tragen sie den UFI-Code. UFI steht für „Unique Formula Identifier“ (eindeutiger Rezepturidentifikator). Alle Produkte, die in der EU als gefährlich eingestuft sind, müssen einen 16-stelligen Code haben. Dieser Code liegt den Vergiftungszentren vor und sie wissen somit sofort, welche Chemikalien in einem Produkt enthalten sind. Hersteller beantragen den Code bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur).
Was ist der UFI-Code?
Der UFI-Code dient dazu, die beim BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung gemeldete und an die deutschen Giftinformationszentren der Länder (GIZ) weitergeleitete Rezeptur eines auf dem Markt verfügbaren Produkts eindeutig zuzuordnen.
Dies ist wichtig, weil chemische Produkte wie zum Beispiel Reiniger und Waschmittel potenziell gesundheitsgefährdend sein können, wenn es zu einem Unfall kommt. Mit einem UFI auf dem Etikett kann ein Giftinformationszentrum das Produkt eindeutig identifizieren. Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung hat den UFI im Jahr 2012 mit angeregt und war wesentlich an der konzeptionellen Entwicklung und der technischen Umsetzung beteiligt.
Welche Produkte brauchen einen UFI-Code?
Alle Haushaltsprodukte und gewerblich genutzten Produkte, die als gefährlich eingestuft sind, müssen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einen UFI-Code tragen.
Der UFI-Code muss gut sichtbar und unverwischbar sein. In der Regel steht er auf dem Etikett, kann aber auch neben dem Etikett bzw. auf der inneren Verpackung positioniert werden. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihn anhand der drei Buchstaben „UFI“ erkennen. Der Code enthält Buchstaben und Zahlen in insgesamt 4 Blöcken, die durch einen Bindestrich getrennt sind. Folgend ein Beispiel: UFI: 2YD3-R0H0-J005-3G7P
Bei rein industriell genutzte Produkten kann der UFI-Code auch lediglich im Sicherheitsdatenblatt angegeben werden.
UFI-Code generieren und melden
Die Europäische Chemikalienagentur (ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur) hat die technischen Voraussetzungen für die Produktmitteilungen entwickelt und stellt diese allgemein zur Verfügung.
Mit dem UFI-Generator auf der ECHAkurz fürEuropäische Chemikalienagentur-Website können Unternehmen einen UFI-Code erzeugen. Die zugehörige Produktmitteilung erfolgt im europäisch harmonisierten PCN-Format (engl.: PCN = Poison Centres Notification). Diese müssen dann dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung übermittelt werden. Als Hilfestellung hat das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung das PCN-Verfahren ausführlich beschrieben.
Zum UFI-Generator und PCN-Verfahren und zur Produktmeldung
Unternehmen sollten dem BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung auch Produkte melden, die nicht als gefährlich eingestuft sind, und diese mit einem UFI-Code versehen. Diese freiwillige Mitteilung unterstützt die Giftinformationszentren dabei, auch bei Unfällen mit diesen Produkten gezielt und schnell beraten zu können.
Aufgabe des BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung
Das BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung ist die für Deutschland zuständige Stelle für die Entgegennahme von Produktmitteilungen gemäß Artikel 45 und Anhang VIII der europäischen CLP-Verordnung sowie § 10 des nationalen Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes. Die eingereichten Daten werden am BfRkurz fürBundesinstitut für Risikobewertung validiert und anschließend den Giftinformationszentren der Länder für die medizinische Notfallberatung zur Verfügung gestellt.
Vergiftungsunfälle: Schnelle Hilfe durch den UFI-Code
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