Wunderbaum
Ricinus communis L.

Ricinus communis L.
Familie: Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse)
Vergiftungsrisiko für Kinder: Sehr giftig
Synonyme:
- Ricinus
- Läusebaum
- Hundsbaum
- Christuspalme
- Castorpflanze
Beschreibung:
Der Wunderbaum ist eine krautige Staude und erreicht eine Höhe von etwa 1,5 m bis 2,5 m. Der auch als Rizinus bezeichnete Wunderbaum wird häufig in Kübeln, auf Balkonen oder in Grünanlagen als Zierpflanze kultiviert. Die violett-grünen Blätter wachsen wechselständig-gezähnt und erreichen eine Größe von 30 cm bis 50 cm. Die Blüten erscheinen von Juli bis September in rispenförmigen Blütenständen und sind rot bis gelb gefärbt. Die Früchte sind stachelige Kapselfrüchte mit marmorierten, bräunlichen Samen.
Zu den Inhaltsstoffen gehört vor allem das stark giftige Rizin, das insbesondere in den Samen enthalten ist.
Erste Hilfe:
- Bei Verschlucken Pflanzenreste aus dem Mund entfernen und den Mund mit Wasser ausspülen.
- Sofort ein Giftinformationszentrum kontaktieren.
- Bei Hautkontakt die betroffenen Stellen mit Wasser spülen.
Vergiftungsbild:
- Nach Verschlucken können schwere Magen-Darm-Bechwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auftreten.
- Schwere Verläufe mit Herz-Kreislauf-Beteiligung mit Krämpfen bis hin zum Multiorganversagen (z.B. Lebernekrose und Nierenversagen) und Kollaps sind möglich, auch Zyanose und Mydriasis..
- Nach Hautkontakt sind leichte Reizungen möglich.
- Nach dem Einatmentreten sind Lungenöde, Lähmungen und Atemstillstand möglich.
Giftnotruf/Kinderarzt/Kinderklinik:
- Beim Verdacht auf orale Aufnahme bitte sofort ein Giftinformationszentrum kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.
- Hat das Kind eine größere Menge aufgenommen, zeigt es Symptome oder ist ein Giftinformationszentrum nicht sofort erreichbar, muss unverzüglich notärztliche Hilfe veranlasst werden.
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