Schöllkraut
Chelidonium majus L.

Chelidonium majus L.
Familie: Papaveraceae (Mohngewächse)
Synonyme:
Augenkaut, Blutkraut, Goldwurz, Großes Schöllkraut, Herrgottsblatt, Lichtkraut, Maikraut, Schielkraut, Schöllwurz, Warzenkraut
Beschreibung:
Das Schöllkraut, oder auch Warzenkraut genannt, wächst als rhizombildende, krautige Staude und erreicht eine Höhe von etwa 30 cm bis 70 cm. Die grünen Blätter sind 10 cm bis zu 25 cm lang, stehen wechselständig und sind am Rand gekerbt. Bei Blatt- oder Stängelverletzungen tritt stark färbender orangegelber Milchsaft aus. Die gelben Blüten besitzen vier Kronblätter und erscheinen von Mai bis Oktober. Die Früchte werden als knotige Kapselfrüchte mit Samen ausgebildet. Das Schöllkraut schließt bei schlechtem Wetter die Blüten und senkt die Stiele ab.
Zu den Inhaltsstoffen gehören Isochinolinalkaloide, die vor allem im Milchsaft sowie in den Blättern und Wurzeln enthalten sind.
Vergiftungsbild:
- Nach Verschlucken können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen auftreten.
- Zusätzlich sind Schwindel oder Kreislaufbeschwerden möglich.
- Nach Haut- und Augenkontakt sind Reizungen möglich.
Erste Hilfe:
- Bei Verschlucken Pflanzenreste aus dem Mund entfernen und den Mund mit Wasser ausspülen.
- Bei Hautkontakt die betroffenen Stellen mit Wasser spülen.
- Bei Augenkontakt die Augen gründlich mit Wasser spülen.
- Bei Symptomen immer ein Giftinformationszentrum kontaktieren.
- Bei länger anhaltenden oder stärkeren Beschwerden sollte das Kind ärztlich untersucht werden; ist die Praxis geschlossen, sollte eine Kinderklinik aufgesucht werden.
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