Roter Fingerhut
Digitalis purpurea

Digitalis purpurea L.
Familie: Plantaginaceae (Wegerichgewächse)
Synonyme
Fingerhut, Fingerkraut, Fuchskraut, Schwulstkraut, Waldglöckchen, Waldschelle
Beschreibung
Zweijährige Pflanze, die in Wäldern und als Zierpflanze in Gärten vorkommt und im ersten Jahr große runzlige, zusammengedrängte Blätter (Blattrosetten) bildet. Im Folgejahr wächst der Fingerhut zu einem bis zu einen Meter langen Stängel, der während der Blütezeit zwischen Juni und August helle bis lila-rote Blüten trägt. Die Frucht besteht aus miteinander verwachsenen Fruchtblättern, die nach der Reife aufspringen und braune Samenkörner freisetzen (Kapselfrucht). Blätter, Blüten und Samen sind giftig (Giftstoffe: herzwirksame Glykoside wie z. B. Digitoxin). Der bittere Geschmack der Pflanzenteile verhindert meist die Aufnahme größerer Mengen.
Vergiftungsbild
- Nach Verschlucken der Blätter, Blüten oder Samen treten Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen mit veränderter Farbwahrnehmung auf.
- Hat das Kind größere Mengen von Blättern aufgenommen, kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen.
- Wenn Symptome über Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen hinausgehen, siehe Engelstrompete.
Erste Hilfe
- Pflanzenreste wenn möglich aus dem Mund entfernen.
- Nach Verschlucken eine Tasse Wasser oder Tee trinken lassen.
- Nach Verschlucken immer Giftinformationszentrum kontaktieren und das Kind auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen. Sollte die Praxis geschlossen sein, eine Klinik aufsuchen.
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