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Nachwuchsgruppe Tätowiermittel

Die Nachwuchsgruppe Tätowiermittel forscht seit 2017 an gesundheitlichen Gefahren, welche durch die chemischen Inhaltsstoffe der eingesetzten Farben entstehen können.

Da Tätowierungen in die mittlere, dermale Hautschicht eingebracht werden, ist die Exposition mit herkömmlichen Aufnahmewegen nicht vergleichbar. Denen sich daraus ergebenden Schwierigkeiten bei der Risikobewertung kann nur durch entsprechende Forschung begegnet werden. Derzeit wird von der Europäischen Kommission eine europaweite Restriktion von Tätowiermitteln unter REACH durch Mitarbeit des BfR angestrebt. Die derzeitige Datenlage wird es allerdings nicht erlauben, eine abschließende Regelung zu finden. Das BfR erachtet es daher langfristig als sinnvoll, eine „Positivliste“ an erlaubten Substanzen zu etablieren, um das Ausweichen von Herstellern auf andere, noch nicht verbotene Substanzen mit ungewissen gesundheitlichen Eigenschaften zu vermeiden.

Bei der Abschätzung von gesundheitlichen Risiken von Tätowiermitteln spielen eine ganze Reihe toxikologischer Endpunkte eine wichtige Rolle. Ein besonders wichtiges Forschungsgebiet der Nachwuchsgruppe ist die Frage, ob Tätowierungen Krebs auslösen können. Diese Fragestellung wird durch Analysen von Pigmentabbauprodukten, zum Beispiel unter UV- und Laserbestrahlung, bearbeitet. Andererseits werden auch künstliche Hautmodelle mit integrierten Pigmenten in der Nachwuchsgruppe etabliert, um deren genotoxisches Potential mit und ohne Sonneneinstrahlung zu untersuchen.

Die Analyse der Pigmentabbauprodukte zeigt neben der Freisetzung von möglichen krebserregenden Substanzen auch die von Allergenen auf. Allergien zählen mit zu den häufigsten Nebenwirkungen bei Tätowierungen. Die auslösenden Stoffe sind jedoch noch kaum bekannt bzw. sicher nachgewiesen. Durch chemische Analysen, in chemico und in vitro-Methoden, sowie Diagnostik am Menschen, versucht die Nachwuchsforschungsgruppe entsprechende  Allergene aufzuspüren und zu charakterisieren.

Als Kernkompetenz der Nachwuchsgruppe Tätowiermittel kann daher die interdisziplinär angelegte Forschung zwischen Analytik, Toxikologie und Klinik angesehen werden.

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Mitteilungen

 (1)
Datum Titel Größe
28.08.2019
Mitteilung Nr. 033/2019 des BfR
Körber-Stiftung zeichnet BfR-Wissenschaftlerin mit Deutschem Studienpreis aus 66.8 KB
PDF-Datei

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Sonstige Dokumente

 (1)
Datum Titel Größe
01.08.2020
Druckversion, Stand
Das Organigramm des Bundesinstituts für Risikobewertung 109.6 KB
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Schlagworte

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